Emis­si­ons­vo­lu­men aus Bör­sen­gän­gen bricht ein

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Mit ei­nem Er­lös von 1,7 Mrd. $ war die Pu­bli­kums­öff­nung der Chi­na Zhes­hang Bank in Hong­kong die­se Wo­che der gröss­te Bör­sen­gang (Initi­al Pu­b­lic Of­fe­ring, IPO) im ers­ten Quar­tal glo­bal und bis­her der ein­zi­ge, der die Mil­li­ar­den-Dol­lar-Schwel­le über­schrit­ten hat. Die nächst­grös­se­ren Trans­ak­tio­nen fan­den ge­mäss Dea­lo­gicZah­len eben­falls in Asi­en statt. So konn­te die Bank of Tian­jin in Chi­na 948 Mio. $ ein­sam­meln und der ja­pa­ni­sche Reit La Sal­le Lo­gi­port 911 Mio. $. Den­noch gilt: Am IPO-Markt herrscht Flau­te.

Schuld dar­an ist vor al­lem die ho­he Vo­la­ti­li­tät an den Ak­ti­en­märk­ten, die Un­ter­neh­men zö­gern lässt. Nach Zah­len von EY ist die An­zahl Bör­sen­gän­ge glo­bal seit Ja­nu­ar ge­gen­über dem Vor­jah­res­zeit­raum 39% auf 167 ge­sun­ken. Das Emis­si­ons­vo­lu­men ging noch stär­ker zu­rück, und zwar 70% auf 12,1 Mrd. $ Es ist der nied­rigs­te Stand seit dem zwei­ten Quar­tal 2009.

Vor al­lem in den USA hat sich mit zehn Bör­sen­gän­gen deut­lich we­ni­ger als frü­her ge­tan. Im Vor­jah­res­zeit­raum wag­ten 35 Un­ter­neh­men die­sen Schritt und 71 im ers­ten Quar­tal 2014. In Eu­ro­pa gab es mit 34 nur et­wa halb so vie­le IPO wie ein Jahr zu­vor, und in Chi­na ein­schliess­lich Hong­kong be­trägt der Rück­gang 61% auf 38.

In den nächs­ten Mo­na­ten könn­te sich das Blatt wen­den, wenn sich die Märk­te be­ru­hi­gen. Für die Schweiz ist Ales­san­dro Mio­lo, Part­ner bei EY, vor­sich­tig op­ti­mis­tisch. Zu den hie­si­gen Bör­sen­kan­di­da­ten zäh­len der Va­ku­um­ven­til­her­stel­ler VAT und der Si­cher­heits­spe­zia­list Wi­se­key. Am­bi­tio­nen wer­den auch den Bio­techGe­sell­schaf­ten Pi­qur, Po­ly­phor, AC Im­mu­ne und Nov­im­mu­ne nach­ge­sagt.

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