No­var­tis ha­ben Raum nach oben

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Die No­var­tis-Ak­ti­en ha­ben in den letz­ten zwölf Mo­na­ten gut 28% ver­lo­ren. Da­für wa­ren un­ter an­de­rem die Ge­schäfts­zah­len 2015 ver­ant­wort­lich, mit de­nen der Kon­zern die Er­war­tun­gen nicht er­fül­len konn­te. Auch im lau­fen­den Jahr be­fin­det sich der Phar­ma­mul­ti in ei­ner Über­gangs­pha­se. CEO Joe Ji­me­nez will wei­te­re Kos­ten ein­spa­ren und da­mit die Pro­fi­ta­bi­li­tät stei­gern.

Die Ge­ne­ri­ka­di­vi­si­on San­doz dürf­te mit der Lan­cie­rung der ers­ten Bio­si­mi­lars (Zar­xio und Gla­to­pa) im Haupt­markt USA ent­schei­dend zum Um­satz­wachs­tum bei­tra­gen. No­var­tis rech­net bei San­doz re­la­tiv mit ei­nem hö­he­ren Wachs­tum als im Phar­ma­ge­schäft. Zu­dem könn­ten in den nächs­ten Jah­ren wei­te­re Zu­las­sun­gen für Nach­ah­mun­gen der Ori­gi­nal­wirk­stof­fe Neu­las­ta und En­brel fol­gen. Bei­des sind Mil­li­ar­den­pro­duk­te, die den Gross­teil ih­res Um­sat­zes in den USA ein­spie­len. So dürf­ten sich die lang­jäh­ri­gen In­ves­ti­tio­nen in den Auf­bau des Bio­si­mi­lar­mark­tes bei San­doz mit ei­ner hö­he­ren Kern­ge­winn­mar­ge be­zahlt ma­chen. Laut Ana­lys­ten­schät­zun­gen könn­te die­se bis 2020 von 18% (2015) auf 25% stei­gen.

Die No­var­tis-Va­lo­ren sind mit ei­nem Kurs­Ge­winn-Ver­hält­nis für 2016 von 15 güns­ti­ger als je­ne von Ro­che (16), aber leicht teu­rer als je­ne von Am­gen (14). Nach der durch­zo­ge­nen Per­for­mance ste­cken nicht mehr so ho­he Er­war­tun­gen in den Pa­pie­ren wie et­wa bei Ro­che. Die Ti­tel von No­var­tis ha­ben Po­ten­zi­al, wie­der Fahrt auf­zu­neh­men. Das heisst, wenn das Un­ter­neh­men, wie in Aus­sicht ge­stellt, vor al­lem bei der Au­gen­heil­spar­te Al­con den Tur­naround schafft und das neu ge­han­del­te Block­bus­ter­me­di­ka­ment En­t­res­to ge­gen Herz­ver­sa­gen dank der be­sie­gel­ten Rück­ver­gü­tungs­ver­ein­ba­rung mit der US-Al­ters­kran­ken­kas­se Me­di­ca­re an Um­satz zu­legt.

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