Conz­ze­ta hält an Mam­mut fest

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Seit dem Prä­si­den­ten­wech­sel von Ja­cob Schmid­hei­ny zu Ernst Bärts­chi und der teil­wei­sen Ent­flech­tung des Ak­tio­na­ri­ats be­fin­det sich die Misch­hol­ding Conz­ze­ta in ei­ner Pha­se der Neu­ori­en­tie­rung. Jetzt, an der Prä­sen­ta­ti­on des Jah­res­ab­schlus­ses und nach­dem der neue CEO Micha­el Wil­lo­me zu Be­ginn des Jah­res die Ar­beit auf­ge­nom­men hat, ge­winnt die neue Conz­ze­ta an Kon­tur.

Da­bei ist mehr Evo­lu­ti­on als Re­vo­lu­ti­on am Werk. Zwar hat sich das Un­ter­neh­men von klei­ne­ren Ver­lust­brin­gern ge­trennt, und das Im­mo­bi­li­en­ge­schäft wur­de ver­selb­stän­digt. Doch die gros­sen Spar­ten Bys­tro­nic Blech­be­ar­bei­tungs­ma­schi­nen, Sport­aus­rüs­tun­gen ( Mam­mut) und Che­mi­cal Spe­cial­ties (Schaum­stoff und Druck­ver­ede­lung) wer­den wei­ter­ent­wi­ckelt. Noch auf dem Prüf­stand steht das hoch­zy­kli­sche Ge­schäft mit Glas­ma­schi­nen (Bys­tro­nic Glass), doch scheint ein Ver­kauf nach wie vor wahr­schein­lich.

In der Ent­wick­lung der Spar­ten wird Ge­wicht auf Wachs­tum aus­ser­halb Eu­ro­pas ge­legt, denn noch im­mer er­wirt­schaf­tet Conz­ze­ta 60% des Um­sat­zes in Eu­ro­pa. Mit der Ex­pan­si­on aus­ser­halb die­ses Raums soll ei­ner­seits Wachs­tum ge­ne­riert wer­den, aber auch Sta­bi­li­tät, weil man we­ni­ger von den Ge­ge­ben­hei­ten Eu­ro­pas ab­hän­gig ist. Für den neu­en CEO, ei­nen lang­jäh­ri­gen Cla­ri­an­tMa­na­ger, ist vor al­lem ein Auf­bau in den USA und Chi­na vor­dring­lich. Zu­dem will sich Conz­ze­ta nicht bloss auf das Hoch­qua­li­täts­ni­veau be­schrän­ken, son­dern auch in mit­tel­prei­si­ge Seg­men­te ein­drin­gen, wie es der Kun­den­trend vor­macht.

Für das ver­gan­ge­ne Jahr weist die Grup­pe ei­nen sta­bi­len Um­satz aus, wenn der Fran­ken­ef­fekt her­aus­ge­zählt wird. Mit ei­ner Be­triebs­mar­ge von 9,6% ( Vor­jahr: 9,3) hat sich Bys­tro­nic Blech am bes­ten ge­hal­ten. Da­ge­gen ist der Sport­ar­ti­kel­her­stel­ler Mam­mut mit ei­nem bloss noch aus­ge­gli­che­nen Be­triebs­er­geb­nis ( Vor­jahr: Mar­ge 8,3%) vom Fran­ken und ei­ner von Über­sät­ti­gung ge­präg­ten Markt­ent­wick­lung so­wie schlech­ten Wet­ter­be­din­gun­gen ge­trof­fen wor­den. An­der­seits ge­lang im Glas­ma­schi­nen­ge­schäft der Schritt zu schwar­zen Zah­len – vor al­lem dank ei­nes Gross­auf­trags.

Die Er­geb­nis­ent­wick­lung ist von aus­ser­or­dent­li­chen Pos­ten im Vor­jahr (Rück­stel­lungs­auf­lö­sung, Ab­schrei­ber auf der ver­kauf­ten Ix­ma­ti­on) be­ein­flusst. Zu­dem sind im Be­triebs­er­geb­nis noch rund 5 Mio. Fr. Er­geb­nis­bei­trag aus dem Im­mo­bi­li­en­ge­schäft ent­hal­ten (weil die Spar­te erst Mit­te Jahr ab­ge­spal­tet wur­de).

Für das lau­fen­de Jahr rech­net Conz­ze­ta mit ei­nem mo­de­rat hö­he­ren Um­satz. Die Be­triebs­mar­ge soll trotz Auf­bau­kos­ten leicht wach­sen (Ba­sis oh­ne Im­mo­bi­li­en­bei­trag). Al­le Fi­nanz­da­ten zu Conz­ze­ta im On­li­ne-Ak­ti­en­füh­rer: www.fuw.ch/CON

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