Hiag zahlt mehr Di­vi­den­de

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CEO Mar­tin Durch­schlag hat vom ers­ten Ge­schäfts­jahr nach dem IPO ei­ne po­si­ti­ve Bi­lanz ge­zo­gen. Der Lie­gen­schaf­ten­er­trag stieg 5,2% auf 51,2 Mio. Fr. In Aus­sicht ge­stellt hat­te das Un­ter­neh­men ei­ne Zu­nah­me von 4,5%. Zu­sam­men mit 31,5 Mio. Fr. Neu­be­wer­tungs­er­folg nahm der Ge­winn 18% auf 59,5 Mio. Fr. zu. Zu­dem stärk­te die Ak­qui­si­ti­on von zwei Area­len in Mey­rin und Dor­nach das Port­fo­lio, und mit ei­ner An­lei­he über 100 Mio. Fr. wur­de die Fi­nan­zie­rungs­ba­sis ver­brei­tert.

Vom Im­mo­bi­li­en­port­fo­lio im Wert von 1,22 (i. V. 1,15) Mrd. Fr. be­tref­fen nur 12% das schwie­ri­ge Markt­seg­ment Bü­ro­lie­gen­schaf­ten. 36% ver­tei­len sich auf In­dus­trie, Ge­wer­be und Lo­gis­tik, 26% auf den Be­reich Woh­nen. Mit dem ge­sam­ten Mix ist Durch­schlag zu­frie­den, wo­bei er das sta­bi­le Um­feld für das gröss­te Seg­ment her­vor­hebt.

Durch die er­wähn­ten Zu­käu­fe ist die Pro­dukt­pipe­line wei­ter ge­wach­sen. Seit dem Bör­sen­gang im Som­mer 2014 hat sie ge­mäss CEO Durch­schlag um 20% zu­ge­nom­men. Die ak­tu­el­len Pro­jek­te und die­je­ni­gen, die in den nächs­ten drei Jah­ren an­ge­packt wer­den sol­len, um­fas­sen 70 000 m² Flä­che mit ei­nem In­ves­ti­ti­ons­rah­men von 83 Mio. Fr. Das Ent­wick­lungs­vo­lu­men bis 2025 wird auf fast 680 000 m² ver­an­schlagt, wor­aus Durch­schlag ein In­ves­ti­ti­ons­vo­lu­men von 1,9 Mrd. Fr. ab­lei­tet. Zur Fi­nan­zie­rung kann Hiag auf ein so­li­des Ei­gen­ka­pi­tal (54,4% der Bi­lanz­sum­me) und güns­tig fi­nan­zier­te Fremd­mit­tel zu­grei­fen. Die durch­schnitt­li­che Ver­zin­sung be­trägt 1%.

Den Ak­tio­nä­ren wird ei­ne Er­hö­hung der Di­vi­den­de von 3.30 auf 3.50 Fr. je Ti­tel vor­ge­schla­gen. Da­mit setzt Hiag die Po­li­tik fort, 4% des in­ne­ren Werts der Ak­tie aus­zu­schüt­ten. Das Un­ter­neh­men hat ge­nü­gend Ka­pi­tal­ein­la­ge­re­ser­ven, um dar­aus die Di­vi­den­den­zah­lung wei­te­re drei Jah­re für Pri­vat­an­le­ger ver­rech­nungs­steu­er­frei zu be­strei­ten.

Was das Markt­um­feld be­trifft, sieht Durch­schlag kei­ne kon­junk­tu­rell be­ding­te Auf­bruch­stim­mung. Zu­dem glaubt er auch nicht an ei­ne bal­di­ge Zins­wen­de, was die Nach­fra­ge nach Wohn­im­mo­bi­li­en si­che­re. Ins­ge­samt wer­de der Mit­tel­zu­fluss in den Im­mo­bi­li­en­markt we­gen sei­ner re­la­tiv at­trak­ti­ven Ren­di­ten nicht ab­neh­men.

Hiag dürf­te den Lie­gen­schaf­ten­er­trag wei­ter­hin stei­gern, wenn auch we­ni­ger stark als 2015. Der Ka­pi­tal­rück­fluss aus dem Ver­kauf von Stock­werk­ei­gen­tum wer­de in den nächs­ten zwei bis drei Jah­ren ge­mäss Durch­schlags Schät­zung 77 Mio. Fr. er­rei­chen. Die Mit­tel sol­len in grös­se­rem Mass für den Schul­den­ab­bau als für Zu­käu­fe ein­ge­setzt wer­den.

Die Hiag-Ak­ti­en no­tie­ren fast ein Vier­tel hö­her als zum Zeit­punkt des IPO 2014 (+5,7% seit An­fang Jahr). Die Prä­mie von 5% zum in­ne­ren Wert von En­de 2015 spie­gelt das Ver­trau­en der An­le­ger in die Pi­pe­line und die Fä­hig­keit des Ma­nage­ments zu ih­rer Ent­wick­lung. Die Di­vi­den­den­ren­di­te ist mit 3,7% im Bran­chen­ver­gleich durch­schnitt­lich.

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