Last­mi­nu­te lei­det un­ter Ter­ror

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Kein Grund zur Ent­war­nung für Last­mi­nu­te.com-Ak­tio­nä­re. Die Rei­se­ge­sell­schaft – vor zwei Jah­ren als Bra­vof­ly Rum­bo an die Bör­se ge­kom­men – hat ver­gan­ge­nes Jahr we­gen der Ter­ror­an­schlä­ge in Pa­ris das selbst ge­steck­te Um­satz­ziel ver­fehlt. Da­vor hat das Un­ter­neh­men be­reits die­sen Fe­bru­ar ge­warnt. Das Er­geb­nis lag nun nur knapp im Rah­men der Er­war­tun­gen.

An­fang des ver­gan­ge­nen Jah­res hat die Ge­sell­schaft, die über das In­ter­net Rei­sen ver­mit­telt, die bri­ti­sche Last­mi­nu­te.com über­nom­men und sich ver­gan­ge­nen Früh­jahr auch die­sen Na­men ge­ge­ben. Der Kauf hat das Un­ter­neh­men von Grund auf ver­än­dert. Das Brut­to­rei­se­vo­lu­men er­höh­te sich im ab­ge­lau­fe­nen Ge­schäfts­jahr 79,6% auf 2,4 Mrd. €, der Um­satz 69,9% auf 249,7 Mio. €. Da aber auch die Kos­ten ex­plo­dier­ten, stand un­ter dem Strich ein Ver­lust von 17,9 Mio. € nach ei­nem Ge­winn von noch 7,2 Mio. € im Vor­jahr. «Un­se­re Er­geb­nis­se lie­gen nicht weit von dem, was wir im Sep- tem­ber pro­gnos­ti­ziert ha­ben», er­klär­te Last­mi­nu­te-CFO Fran­ces­co Gui­dot­ti im Ge­spräch mit «Fi­nanz und Wirt­schaft».

Ei­ne Ziel­grös­se für 2016 gibt die Ge­sell­schaft nicht. Ei­ne Pro­gno­se gä­be es viel­leicht an der Ge­ne­ral­ver­samm­lung An­fang Mai. Das wer­de aber noch dis­ku­tiert. Auch zum Mit­tel­frist­ziel gab es kein Up­date. «Stand heu­te wer­den wir das Ziel und die Gui­dance für 2017 nicht än­dern», sag­te der CFO.

Im lau­fen­den Jahr will die Ge­sell­schaft wie­der pro­fi­ta­bel wirt­schaf­ten. «Pro­fi­ta­bi­li­tät und Cash-Ge­ne­rie­rung» stün­den im Vor­der­grund. Nach ei­ni­gen Ent­täu­schun­gen war­ten In­ves­to­ren, ob Last­mi­nu­te die­se Vor­ga­ben er­reicht.

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