Kan­ton Genf und BCV

Finanz und Wirtschaft - - OBLIGATIONEN - OB­LI­GA­TIO­NEN SCHWEIZ MAN­FRED KRÖLLER

Die Eid­ge­nos­sen­schaft will den op­tio­na­len Auk­ti­ons­ter­min im April wahr­neh­men.

Un­ter Fe­der­füh­rung von Cre­dit Suis­se kam am Mon­tag 0,4% Ré­pu­bli­que et Can­ton de Genè­ve 2016/2036 über 400 Mio. Fr. Der West­schwei­zer Kan­ton, den Standard and Poor’s (S&P) mit ei­nem sta­bi­len AA– ein­stuft, zahl­te für die 20-jäh­ri­ge Ob­li­ga­ti­on ei­nen Ren­di­te­auf­schlag (Spre­ad) von 16 Ba­sis­punk­ten (Bp) über Swap-Mit­te.

Am Di­ens­tag folg­te in Ei­gen­re­gie 0,4% Ban­que Can­to­na­le Vau­doi­se 2016/2031 über 150 Mio. Fr. Der Spre­ad be­trug 29 Bp über Swap. An drei­mo­na­ti­gen Geld- markt­buch­for­de­run­gen wur­den am Di­ens­tag 580 Mio. Fr. zu­ge­teilt. Ein­ge­gan­gen wa­ren nach Mit­tei­lung der Schwei­ze­ri­schen Na­tio­nal­bank (SNB) Ge­bo­te über 3,727 Mrd. Fr. Die Ren­di­te blieb mit –0,837% un­ver­än­dert ge­gen­über der Vor­wo­che. Der Bund wird den op­tio­na­len Emis­si­ons­ter­min vom 13. April 2016 wahr­neh­men, teilt die Eid­ge­nös­si­sche Fi­nanz­ver­wal­tung mit. De­tails da­zu wer­den am 12. April be­kannt ge­ge­ben.

Be­treut von CS und Com­merz­bank ist die ita­lie­ni­sche In­vest­ment­bank Me­dio­ban­ca in der Schweiz auf Road­show und son­diert in Ba­sel, Zü­rich und Genf das Um­feld für ei­ne Fran­ke­n­emis­si­on. Die 1946 zum Zweck der Re­fi­nan­zie­rung der ita­lie­ni­schen In­dus­trie ge­grün­de­te staat­li­che Me­dio­ban­ca ist seit 1956 an der Bör­se no­tiert und wur­de 1988 pri­va­ti­siert. S&P be­wer­tet die Bo­ni­tät der Bank mit BBB–, Fitch mit BBB+.

Die «ab­wärts­kor­ri­gier­ten Leit­zins­pro­jek­tio­nen» der No­ten­ban­ken füh­ren nach An­sicht der Bant­le­on Bank «auf die fal­sche Fähr­te» . Denn sie ori­en­tier­ten sich an den ent­täu­schen­den Wirt­schafts­da­ten der ver­gan­ge­nen Mo­na­te. In letz­ter Zeit ha­be sich «je­doch der Aus­blick schon wie­der auf­ge­hellt», merkt Bant­le­on an. Der trend­be- stim­men­de ISM-Ein­kaufs­ma­na­ger­index der In­dus­trie ha­be be­reits im Fe­bru­ar deut­li­cher als er­war­tet zu­ge­legt, und die re­gio­na­len Ge­schäfts­kli­ma­in­di­ka­to­ren für März be­stä­tig­ten die­sen Trend.

In An­be­tracht ab­neh­men­der La­ger­be­stän­de, der Dol­lar­auf­wer­tung und des Roh­stoff­preis­ver­falls dürf­te «in den nächs­ten Mo­na­ten ei­ne deut­lich an­zie­hen­de Kon­junk­tur­dy­na­mik er­wach­sen». Die US-No­ten­bank wer­de «dar­auf mit ei­ner Auf­wärts­kor­rek­tur ih­rer Leit­zins­pro­jek­tio­nen re­agie­ren», pro­phe­zeiht Bant­le­on.

Der Schwei­zer Aus­sen­han­del hat im Fe­bru­ar 2016 beim Ex­port deut­lich zu­ge­legt. Im Phar­ma­be­reich gab es ein kräf­ti­ges Plus, die Aus­fuh­ren von Ma­schi­nen, Elek­tro­nik und Uh­ren blie­ben aber rück­läu­fig. Da die Im­por­te ins­ge­samt zu­rück­gin­gen, schloss die Han­dels­bi­lanz im Fe­bru­ar mit ei­nem Re­kord­über­schuss von 4,1 Mrd. Fr., teil­te die Eid­ge­nös­si­sche Zoll­ver­wal­tung (EZV) mit.

Die Aus­fuh­ren stie­gen no­mi­nal um 8,8% auf 17,6 Mrd. Fr. (re­al: +6,4), ar­beits­tags­be­rei­nigt wa­ren es im­mer noch +3,7 bzw. +1,4%. Die Ein­fuh­ren blie­ben da­ge­gen 2,6% un­ter Vor­jahr (re­al –2,7), ar­beits­tag­berei­nigt wa­ren es je­weils gut 7% we­ni­ger.

Die Ge­samt­ex­por­te stie­gen nicht nur ge­gen­über dem Vor­jahr, son­dern auch (sai­son­be­rei­nigt) ge­gen­über Ja­nu­ar – und zwar um 1,7%. Auf­grund die­ses vier­ten po­si­ti­ven Re­sul­tats in den letz­ten sechs Mo­na­ten ha­be sich der Auf­wärts­trend be­stä­tigt, so die EZV.

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