Das Wich­tigs­te

Finanz und Wirtschaft - - MANAGEM -

Ein weit­ge­hend gu­tes Zeug­nis stel­len die Be­ra­ter von hkp den Un­ter­neh­men be­züg­lich der Qua­li­tät der Ver­gü­tungs­be­rich­te aus. «Es hat den An­schein, dass im­mer we­ni­ger Un­ter­neh­men et­was ver­ber­gen wol­len, die Trans­pa­renz steigt ste­tig», sagt Me­la­nie Wa­gner.

Ein gu­tes Bei­spiel sei der am Don­ners­tag pu­bli­zier­te Be­richt der Cre­dit Suis­se. Zu­sätz­lich zum Lohn des neu­en CEO sei der Er­satz­an­spruch für Leis­tun­gen sei­nes ehe­ma­li­gen Ar­beit­ge­bers in ei­ner Fuss­no­te ver­ständ­lich auf­ge­führt so­wie die auf­ad­dier­te Ge­samt­ver­gü­tung an­ge­ge­ben ge­we­sen, sagt die Be­ra­te­rin von hkp. Noch nicht al­le Un­ter­neh­men wei­sen die Zah­lun­gen an Ma­nage­ment und Ver­wal­tungs­rat trans­pa­rent aus. Als in­trans­pa­ren­tes Bei­spiel be­zeich­net hkp den Ver­gü­tungs­be­richt von Ems-Che­mie. «In ein paar Zei­len wird die Ver­gü­tung von CEO Mag­da­le­na Mar­tul­lo um­schrie­ben, oh­ne ver­tie­fen­de An­ga­ben zu va­ria­blen An­tei­len», sagt Wa­gner. «Bei hö­he­rem Streu­be­sitz und in­ter­na­tio­na­len In­ves­to­ren wür­de sich der Druck auf mehr Trans­pa­renz im Ver­gü­tungs­be­richt er­hö­hen», sagt sie wei­ter.

Be­män­gelt wird von den Ex­per­ten vor al­lem das Feh­len ei­nes of­fi­zi­ell an­er­kann­ten Stan­dards. «Der­zeit ver­wen­den Schwei­zer Un­ter­neh­men ver­schie­de­ne Me­tho­den, um die va­ria­ble Ver­gü­tung aus­zu­wei­sen. Das er­schwert die Ver­gleich­bar­keit», sagt hkp-Part­ner Pfänd­ler. Ein Bei­spiel hier­für ist Ro­che: Wür­de die va­ria­ble Ver­gü­tung für CEO Se­ve­rin Schwan nach der in­ter­na­tio­nal gän­gi­gen Fair-Mar­ke­tVa­lue-Be­trach­tung be­rech­net, stie­ge sei­ne Ver­gü­tung von 11,4 auf 15 Mio. Fr. – ei­ne Dif­fe­renz von na­he­zu 4 Mio. Fr. Die Of­fen­le­gungs­pflicht von CEO-Ver­gü­tun­gen führ­te vor al­lem im mitt­le­ren Seg­ment zu deut­li­chen Lohn­sprün­gen. Bei 32 un­ter­such­ten SMI- und SMIMUn­ter­neh­men er­hielt 2015 je­der zwei­te CEO ei­ne Lohn­er­hö­hung. Die Zah­lun­gen an VR-Prä­si­den­ten blie­ben 2015 sta­bil. Nur Ro­che und Duf­ry er­höh­ten die Ver­gü­tun­gen deut­lich. Die Qua­li­tät der Ver­gü­tungs­be­rich­te nimmt ste­tig zu. Im­mer mehr Un­ter­neh­men sor­gen für grös­se­re Trans­pa­renz bei der Ent­löh­nung. Ex­per­ten for­dern die Schaf­fung ei­nes an­er­kann­ten Ver­gü­tungs­stan­dards, um die Ver­gleich­bar­keit der Sa­lä­re zu er­leich­tern.

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