Wall­s­treet zeigt Ni­ke die Gel­be Kar­te

Finanz und Wirtschaft - - AKTIEN AUSLAND - SAM/CG

St­ar­board lan­ciert Gross­of­fen­si­ve in der Schlacht um Yahoo. Ener­gie­wer­te ge­ra­ten un­ter Druck.

Dass sich der Op­ti­mis­mus an Wall­s­treet ge­dämpft hat, liegt nicht zu­letzt an un­ein­heit­li­chen Si­gna­len aus dem Fe­deral Re­ser­ve. Ja­mes Bul­lard, Prä­si­dent der Fe­dDi­strikt­no­ten­bank St. Lou­is, sag­te, dass ei­ne wei­te­re Zins­er­hö­hung mög­li­cher­wei­se nicht mehr lan­ge auf sich war­ten las­se. Das, nach­dem die US-No­ten­bank erst vor ei­ner Wo­che über­ra­schend mil­de Tö­ne an­ge­schla­gen und ih­re Zins­pro­gno­se für die­ses Jahr deut­lich ge­senkt hat­te.

In­ves­to­ren schen­ken Bul­lard zwar viel Ge­hör, weil er die­ses Jahr ein stimm­be­rech­tig­tes Mit­glied des Fed-Stra­te­gie­ko­mi­tees ist und die Zins­po­li­tik da­mit ak­tiv mit­be­stim­men kann. An den Fu­tures­märk­ten wird die Wahr­schein­lich­keit je­doch nur als ge­ring ein­ge­stuft, dass die Wäh­rungs­hü­ter be­reits an ih­rer nächs­ten Sit­zung von En­de April er­neut an der Schrau­be dre­hen wer­den.

Nach dem tem­po­rä­ren Hoch von letz­ter Wo­che ist der US-Öl­preis wie­der un­ter 40 $ pro Fass ge­fal­len. Ak­ti­en von Ener­gie­kon­zer­nen wie Chev­ron (94.85 $ am Don­ners­tag, –2,1% im Wo­chen­ver­gleich), Co­no­coPhil­lips (40.04 $, –6,9%) und Ana­dar­ko Pe­tro­le­um (46.27 $, –6,1%) zäh­len denn auch zu den gröss­ten Ver­lie­rern.

Ni­ke (61.65 $ am Don­ners­tag, –2,4% im Wo­chen­ver­gleich) stell­te am Di­ens­tag die Zah­len zum ver­gan­ge­nen Quar­tal vor. Zwar hat­te der Sport­be­klei­dungs­her­stel­ler kräf­ti­ge Zu­wäch­se vor­zu­wei­sen. Er konn­te aber die ho­hen Er­war­tun­gen der Ana­lys­ten nicht er­fül­len. Die Ent­täu­schung der An­le­ger spie­gelt sich im deut­li­chen Kurs­ver­lust der Va­lo­ren.

Der Hedge Fund St­ar­board lan­ciert ei­ne Gross­of­fen­si­ve und will den ge­sam­ten Ver­wal­tungs­rat von Yahoo (34.86 $, +1,7%) aus­tau­schen, in­klu­si­ve CEO Ma­ris­sa May­er. Als Grün­de für das rup­pi­ge Vor­ge­hen nennt St­ar­board un­ter an­de­rem Un­zu­frie­den­heit über den feh­len­den Fort­schritt beim ge­plan­ten Stra­te­gie­wech­sel. Die­ser könn­te wohl auch ei­nen Ver- kauf des Kern­ge­schäfts be­inhal­ten. Zu­dem klagt St­ar­board, der Ver­such, mit der Füh­rung des In­ter­ne­trie­sen en­ger zu­sam­men­zu­ar­bei­ten, sei kon­ti­nu­ier­lich auf Ab­leh­nung ge­stos­sen.

Der Alu­mi­ni­um­her­stel­ler Al­coa (9.57 $, –3,7%) lei­det wei­ter­hin un­ter den schwä­cheln­den Me­tall­prei­sen, die we­gen ei­nes An­ge­bots­über­schus­ses in Chi­na un­ter Druck ste­hen. Die Ak­ti­en des Roh­stoff­kon­zerns, der im April tra­di­tio­nel­ler­wei­se die Be­richts­sai­son zum zwei­ten Quar­tal er­öff­nen wird, ha­ben in den letz­ten zwölf Mo­na­ten über 28% ver­lo­ren.

Der­weil gibt es in der ge­plan­ten Über­nah­me von Of­fice-De­pot (6.91 $, +18,5%) durch Stap­les (10.76 $, +10,1%) ei­ne über­ra­schen­de Wen­de. Die Fe­deral Tra­de Com­mis­si­on (FTC) ver­sucht die Fu­si­on der bei­den Bü­ro­ar­ti­kel­ket­ten mit ei­ner ge­richt­li­chen Ver­fü­gung zu un­ter­bin­den. Bei ei­ner An­hö­rung hat ei­ner der zu­stän­di­gen Rich­ter nun aber das Vor­ge­hen der Kar­tell­wäch­ter in­fra­ge ge­stellt. An­geb­lich sol­len sie ei­ne Zeu­gen­aus­sa­ge von Ama­zon (582.95 $, +4,2%) be­ein­flusst ha­ben. Der Ein­wand hat die Chan­cen auf ei­nen Zu­sam­men­schluss er­höht, was In­ves­to­ren mit Zu­käu­fen be­grüss­ten.

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