Grie­chen­land

Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE -

Je­des Mal wenn Klaus Reg­ling, der Chef des Eu­ro-Ret­tungs­schirms ESM, ein Re­fe­rat über die Eu­ro­staa­ten hält, klam­mert er Grie­chen­land mit der Be­mer­kung aus, das Land sei ein be­son­de­rer Fall. Letz­tes Jahr wur­de ein drit­tes Kre­dit­pro­gramm ge­spro­chen. Dies­mal um­fasst es 86 Mrd. €. Am Pro­ze­de­re hat sich nichts ge­än­dert. Ge­gen­wär­tig füh­ren die Gläu­bi­ger ( Troi­ka) ih­re ers­te In­spek­ti­on durch, und schon sind die Be­ra­tun­gen fest­ge­fah­ren. EU und IWF for­dern ei­ne Ren­ten­re­form ein­schliess­lich Kür­zun­gen, At­hen lehnt das ab.

Der deut­sche Fi­nanz­mi­nis­ter warn­te letz­te Wo­che, At­hen müs­se ei­ne Al­ter­na­ti­ve vor­le­gen, da­mit die Gel­der aus­ge­zahlt wer­den kön­nen. We­gen der enor­men Pro­ble­me, die das Land im Zu­ge der Flücht­lings­kri­se be­wäl­ti­gen muss, sind die For­de­run­gen in Sa­chen Haus­halts­sa­nie­rung und Wirt­schafts­re­for­men rea­li­täts­fern ge­wor­den. Die wirt­schaft­li­che und so­zia­le La­ge bleibt de­so­lat. Of­fen ist, ob sich al­le Be­tei­lig­ten auf ei­nen Schul­den­er­lass ei­ni­gen.

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