Gold ver­liert et­was an Schwung

Finanz und Wirtschaft - - ROHSTOFFE/DERIVATIVE INSTRUMENTE - DA­RIO SIGRON,

Die ho­he Un­si­cher­heit be­züg­lich der Welt­kon­junk­tur hat die wich­tigs­ten Zen­tral­ban­ken da­zu ver­an­lasst, wei­ter­hin ei­nen stark ex­pan­si­ven Pfad zu ver­fol­gen. Das wur­de auch durch An­kün­di­gun­gen der US-No­ten­bank Fed be­stä­tigt. Der Of­fen­markt­aus­schuss des Fed geht von ge­stie­ge­nen Ri­si­ken für das glo­ba­le Wachs­tum aus und wird die Zin­sen im ak­tu­el­len Jahr höchs­tens in zwei Schrit­ten mo­de­rat er­hö­hen.

Die Aus­sicht auf wei­ter­hin sehr tie­fe Zin­sen hat dem Gold­preis zu Be­ginn des Jah­res Auf­trieb ge­ge- ben. Den Höchst­stand er­reich­te das Edel­me­tall am 10. März, als die Un­ze zu 1270 $ ge­han­delt wur­de. In den ver­gan­ge­nen Ta­gen hat Gold gar et­was an Schwung ver­lo­ren und ist auf den Stand von Mit­te Fe­bru­ar zu­rück­ge­fal­len. Am Di­ens­tag kos­te­te die Un­ze 1218 $. Der Grund des Rück­gangs ist in ers­ter Li­nie in der Wie­der­er­star­kung des Dol­lars zu fin­den. Des Wei­te­ren wur­den Stim­men laut, die vor ei­ner über­ra­schend re­strik­ti­ven US-No­ten­bank war­nen. Ein un­er­war­te­ter An­stieg der Zin­sen wür­de den Druck auf den Gold- preis wei­ter er­hö­hen. Vor­erst scheint die­ses Sze­na­rio je­doch et­was über­trie­ben zu sein. Die Zuflüs­se in bör­sen­no­tier­te Pro­duk­te und Fonds sind nach wie vor hoch und auch die phy­si­sche Nach­fra­ge in In­di­en und Chi­na bleibt sta­bil. Die wei­te­re Ent­wick­lung des Gold­prei­ses hängt stark von der glo­ba­len Ri­si­ko­wahr­neh­mung der An­le­ger so­wie des zu­sätz­li­chen Auf­wer­tungs­po­ten­zi­als des Dol­lars ge­gen­über an­de­ren Haupt­wäh­run­gen ab.

Newspapers in German

Newspapers from Switzerland

© PressReader. All rights reserved.