Die Chi­ne­sen hab

Neue Pro­duk­te brin­gen Nah­rungs­mit­tel­un­ter­neh­me

Finanz und Wirtschaft - - UNT - ERNST HERB,

Nach ei­nem Jahr­zehnt atem­lo­sen Wachs­tums weist der chi­ne­si­sche Nah­rungs­mit­tel- und Ge­trän­ke­markt Zei­chen der Sät­ti­gung auf. Der ProKopf-Kon­sum ge­wis­ser Milch- oder Nu­del­pro­duk­te nä­hert sich mitt­ler­wei­le dem Stand rei­fe­rer asia­ti­scher Volks­wirt­schaf­ten wie Süd­ko­rea oder Ja­pan an. Ge­gen­wind zu spü­ren be­kom­men vor al­lem ein­hei­mi­sche Pro­du­zen­ten güns­ti­ger Nah­rungs­mit­tel. Sie lei­den un­ter dem ver­lang­sam­ten Wirt­schafts­wachs­tum. Auch ma­chen ih­nen zu­neh­mend das de­fla­tio­nä­re Um­feld und das Über­an­ge­bot zu schaf­fen.

Weit bes­ser hal­ten sich An­bie­ter von hoch­wer­ti­ge­ren Nah­rungs­mit­teln. Ihr Ab­satz wird von ei­ner kauf­kräf­ti­gen Mit­tel­schicht ge­stützt, die nicht zu­letzt als Fol­ge ei­ner Rei­he von Le­bens­mit­tel­skan­da­len beim Kauf­ent­scheid Qua­li­tät klar über den Preis setzt und Wa­ren zu­neh­mend über den als zu­ver­läs­si­ger er­ach­te­ten On- line­han­del be­zieht. Da­bei fällt ins Ge­wicht, dass Chi­nas Mit­tel­schicht ge­mes­sen an der Kauf­kraft­pa­ri­tät be­reits heute grös­ser ist als die­je­ni­ge der USA. Auch steigt die Zahl kauf­kräf­ti­ger Chi­ne­sen bei deut­lich stei­gen­den Ein­kom­men ste­tig.

Oh­ne Online geht nichts

Das heisst auch, dass Un­ter­neh­mens­ge­win­ne in die­sem Sek­tor an­ders als bis­her nicht mehr in ers­ter Li­nie durch wach­sen­de Vo­lu­men, son­dern ver­mehrt über Pro­duk­ti­vi­täts­stei­ge­run­gen und hö­he­re Prei­se wach­sen wer­den. «Der Ge­samt­markt ent­wi­ckelt sich für uns vor al­lem durch die Schaf­fung von Mehr­wert wei­ter», sagt Nest­lé-CEO Paul Bul­cke zu «Fi­nanz und Wirt­schaft» an der Er­öff­nung des Kaf­fee­zen­trums in der süd­chi­ne­si­schen Pro­vinz Yunn­an (vgl. Interview links). Als Bei­spie­le nennt Bul­cke das vor al­lem online ver­trie­be­ne Kaf­fee­kap­sel­sys­tem Ne­sca­fé Dol­ce Gus­to und auf lokale Vor­zü­ge aus­ge­rich­te­te neue Pro­duk­te.

Chi­na ist mit ei­nem Um­satz­an­teil von 8% der zweit­wich­tigs­te Ein­zel­markt des Kon­zerns. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren lief es aber nicht im­mer wie ge­wünscht. Es wur­den Mar­ken ent­wi­ckelt, die am Markt vor­bei­ziel­ten, und auch in der Wahl der Ver­triebs­ka­nä­le gab es Fehl­ent­schei­de. Das soll sich dank der Part­ner­schaft mit Ali­ba­ba bes­sern. Das Un­ter­neh­men do­mi­niert die vir­tu­el­le Welt Chi­nas.

Die Part­ner­schaft mit Ali­ba­ba um­fasst drei Aspek­te. Über das Por­tal Tmall will Nest­lé neue Pro­duk­te lan­cie­ren. Tmall ist ei­ne Platt­form für Un­ter­neh­men, um im In­ter­net Pro­duk­te di­rekt dem End­kun­den an­zu­bie­ten. Die Wachs­tums­ra­ten im

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