EZB

Finanz und Wirtschaft - - UNTERNEHMEN - PAS­CAL MERZ,

FuW Nr. 24 vom 26. März Ma­rio Draghi und die Eu­ro­päi­sche Zen­tral­bank sind der­zeit wohl un­be­strit­te­ner Welt­meis­ter im Geld­dru­cken. Die Er­fol­ge die­ser «Stra­te­gie» sind über­schau­bar, wer da­für zahlt, ist aber schon län­ge­re Zeit klar: die Spa­rer. Das Hoch auf Schul­den­ma­chen geht al­so wei­ter und da­mit auch die Ver­tei­lung der Ver­mö­gen von un­ten nach oben. Die Eu­ro­päi­sche Zen­tral­bank druckt Geld, um die Wirt­schaft an­zu­kur­beln, doch das Geld fliesst nicht in die Re­al­wirt­schaft. War­um auch. Schliess­lich lässt sich mit Spe­ku­la­ti­on an der Bör­se mehr Geld ver­die­nen, und dies zu im­mer noch sehr be­güns­tig­ten Steu­er­ta­ri­fen. Ob­wohl der Er­folg bis­her aus­ge­blie­ben ist, ver­sucht sich die EZB mit im­mer grenz­wer­ti­ge­ren Mass­nah­men die In­fla­ti­on zu er­kau­fen. Nach­hal­ti­ge Wer­te wer­den da­mit nicht ge­schaf­fen, aber die EZB kann in der ak­tu­el­len Si­tua­ti­on auch nicht mehr zu­rück­ru­dern. Au­gen zu und durch.

Zah­len wer­den am En­de vor al­lem die als Mit­tel­stand be­zeich­ne­ten Men­schen. Die Fra­ge bleibt «nur»: wann und wie viel? Der­weil sich das Ver­mö­gen wei­ter und wei­ter auf ei­ne klei­ne Min­der­heit ku­mu­liert. In die­ses Un­gleich­ge­wicht fällt nun noch die For­de­rung von ei­ni­gen Po­li­ti­kern nach der Bar­geld­be­schrän­kung. Na­tür­lich mit der Be­grün­dung der Ter­ror­be­kämp­fung. So­zu­sa­gen die Sa­la­mi­tak­tik nach der schritt­wei­sen Ab­schaf­fung des Bar­gel­des. Dies wie­der­um wä­re die völ­li­ge Abhängigkeit des Ein­zel­nen von der Fi­nanz­wirt­schaft. Ich will dies nicht. Im Ge­gen­teil. Es braucht wei­te­re Re­gu­lie­run­gen in­ner­halb der Fi­nanz­wirt­schaft mit dem Fo­kus auf ih­re ur­sprüng­li­che Auf­ga­be, die Re­al­wirt­schaft mit Ka­pi­tal zu ver­sor­gen.

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