Glos­sar und Le­se­bei­spiel

Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE -

Aus­gangs­punkt je­der Ver­mö­gens­be­ra­tung ist das Ab­klä­ren der Ri­si­ko­fä­hig­keit und der Ren­di­te­er­war­tung des In­ves­tors. Sie de­fi­nie­ren die Hö­he des op­ti­ma­len Ak­ti­en- und An­lei­hen­an­teils. Ban­ken un­ter­schei­den in der Re­gel zwi­schen de­fen­si­ven, aus­ge­wo­ge­nen und ag­gres­si­ven An­la­ge­stra­te­gi­en. Wie der Na­me schon sug­ge­riert, hal­ten sich die bei­den An­la­ge­klas­sen in ei­nem aus­ge­wo­ge­nen Man­dat un­ge­fähr die Waa­ge.

Das ty­pi­sche Ba­lan­ced-Man­dat ent­hält je nach Bank 0 bis 5% li­qui­de Mit­tel, 30 bis 40% An­lei­hen, 40 bis 50% Ak­ti­en und 10 bis 20% al­ter­na­ti­ve An­la­gen wie Hedge Funds oder Pri­va­te Equi­ty. Die­se Ver­mö­gens­auf­tei­lung wird auch als stra­te­gi­sche Al­lo­ka­ti­on be­zeich­net. Sie wird dem Na­men ent­spre­chend sel­ten und meist nur mar­gi­nal an­ge­passt.

Hat der Kun­de der Bank ein ak­ti­ves Ver­mö­gens­ver­wal­tungs­man­dat er­teilt, ver­sucht sie, die Per­for­mance der stra­te­gi­schen Al­lo­ka­ti­on durch ge­ziel­te Ab­wei­chun­gen zu über­tref­fen. Schätzt sie bei­spiels­wei­se die Aus­sich­ten für Ak­ti­en für die nächs­ten Mo­na­te bes­ser ein als für An­lei­hen, wird sie ein Über­ge­wicht in Ak­ti­en und ein Un­ter­ge­wicht in An­lei­hen fah­ren. Die­se Ab­wei­chun­gen wer­den als tak­ti­sche Ver­mö­gens­auf­tei­lung be­zeich­net.

Um die­se tak­ti­schen Ab­wei­chun­gen geht es bei der Um­fra­ge der FuW. Sie zeigt die Über­zeu­gun­gen der Ver­mö­gens­ver­wal­ter auf ei­nen Blick, denn je stär­ker die Über­zeu­gung, des­to grös­ser die Ab­wei­chung. Je hö­her das Er­trags­po­ten­zi­al ei­ner An­la­ge­klas­se ein­ge­schätzt wird, des­to grös­ser fällt auch das Über­ge­wicht aus – und um­ge­kehrt.

In der Ta­bel­le äus­sern sich die Über­zeu­gun­gen in der Farb­co­die­rung. Be­trägt die stra­te­gi­sche Quo­te für Ak­ti­en bei­spiels­wei­se 45%, ge­wich­tet der Ver­mö­gens­ver­wal­ter Di­vi­den­den­pa­pie­re aber mit 50% oder mehr, re­sul­tiert in der Ta­bel­le ein dun­kel­blau­es Feld. Be­trägt die Ak­ti­en­quo­te in­des 40% oder we­ni­ger, wird ein dun­kel­ro­tes Feld ge­zeigt. Ein hell­blau­es Feld zeigt ein Über­ge­wicht zwi­schen 2,5 und 5% an, ein hell­ro­tes ein eben­so gros­ses Un­ter­ge­wicht. Grau ist der Be­reich da­zwi­schen.

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