Markt­ba­sier­te Er­war­tun­gen

Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE -

Teue­rungs­er­war­tun­gen las­sen sich aus Um­fra­gen und aus Markt­kur­sen ab­lei­ten. Letz­te­re nut­zen in­fla­ti­ons­in­de­xier­te An­lei­hen und De­ri­va­te. Zieht man die Ren­di­te ei­ner in­fla­ti­ons­ge­schütz­ten An­lei­he von der Ren­di­te ei­ner No­mi­nal­an­lei­he glei­cher Lauf­zeit ab, er­hält man die Break-even-In­fla­ti­ons­ra­te. Es han­delt sich um die über die Lauf­zeit er­war­te­te In­fla­ti­on. Ei­ne Al­ter­na­ti­ve stel­len In­fla­ti­ons­s­waps dar. Bei ih­nen ver­ein­ba­ren die Han­dels­part­ner, ei­nen Fest­zins ge­gen die zu Lauf­zeit­be­ginn un­be­kann­te In­fla­ti­ons­ra­te – den va­ria­blen Zah­lungs­strom – zu tau­schen. Der Fest­zins spie­gelt die In­fla­ti­ons­er­war­tung.

Aus den bei­den In­stru­men­ten las­sen sich auch Ter­mi­nin­fla­ti­ons­ra­ten kon­stru­ie­ren. Sie lie­fern Aus­sa­gen über den Ver­lauf der ak­tu­el­len resp. künf­ti­gen In­fla­ti­ons­aus­sich­ten über ver­schie­de­ne Zeit­ho­ri­zon­te hin­weg. Zum Bei­spiel die Ter­mi­nin­fla­ti­ons­ra­te «5Y 5Y»: Sie gibt Aus­kunft über die in fünf Jah­ren er­war­te­te In­fla­ti­ons­ra­te in den nach­fol­gen­den fünf Jah­ren.

Da es sich da­bei je­weils um Punkt­pro­gno­sen han­delt, sucht die For­schung nach We­gen, um ver­läss­li­che Wahr­schein­lich­keits­ver­tei­lun­gen zu er­mit­teln. Als Ba­sis die­nen In­fla­ti­ons­op­tio­nen.

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