Gold kor­ri­giert nach star­kem Quar­tal

Finanz und Wirtschaft - - ROHSTOFFE/DERIVATIVE INSTRUMENTE - ANDRE­AS MAAG

Gu­te US-Ar­beits­markt­zah­len ha­ben ei­ne ge­sun­de Kor­rek­tur in Gold aus­ge­löst, nach­dem bei 1284 $ je Un­ze ei­ne ers­te gros­se Re­sis­tenz zu se­hen war. Das ver­gan­ge­ne Quar­tal war das stärks­te seit 1986. Zwar ha­ben auch die letz­ten zwei Jah­re mit Ge­win­nen be­gon­nen,da­nach folg­te aber ein Bä­ren­markt. Im Un­ter­schied zu ver­gan­ge­nen Jah­ren brei­ten sich ne­ga­ti­ve Zin­sen wei­ter aus, und die Bör­se ist seit An­fang Jahr nur knapp ge­stie­gen.

Bör­sen­ge­han­del­te Fonds (ETF) auf phy­si­sches Gold ha­ben über 10 Mio. Un­zen neu in­ves­tiert. Da­hin­ter ste­hen mit­tel- und lang­fris­ti­ge, nicht tak­ti­sche Über­le­gun­gen, was das grös­se­re In­ter­es­se an Gold zeigt. Die gros­sen As­set-Ma­na­ger in den USA in­ves­tie­ren vor al­lem auf­grund des fal­len­den Dol­lars, der ers­ten In­fla­ti­ons­ängs­te so­wie zur Di­ver­si­fi­ka­ti­on in Gold.

Nach wie vor fehlt das phy­si­sche In­ter­es­se aus Chi­na und In­di­en. Das wür­de wei­te­re As­set­Ma­na­ger ver­an­las­sen, Gold als An­la­ge­form zu wäh­len. Das Ver­trau­en ist noch nicht rich­tig zu­rück­ge­kom­men. So­mit ist für den April mit ei­ner Preis­span­ne von knapp un­ter 1200 bis 1250 $ ei­ne Kon­so­li­die­rungs­pha­se an­ge­zeigt.

Die Gold­nach­fra­ge wür­de bei an­hal­ten­der Un­si­cher­hei­ten um die chi­ne­si­sche und die glo­ba­le Wirt­schaft stei­gen. Soll­te die Welt­wirt­schaft im zwei­ten Quar­tal je­doch bes­ser lau­fen und das Fed ei­ne wei­te­re Zins­er­hö­hung er­wä­gen, wür­de ihr In­ter­es­se ab­klin­gen. Vom Ra­dar ver­schwin­det Gold je­doch auch dann so schnell nicht.

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