Tele­com­fu­si­on ist ge­platzt

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Sie­mens soll in den USA Kauf­ge­lüs­te he­gen. Peu­geot-Plä­ne ent­täu­schen.

Deut­sche Te­le­kom (14.97 €, –3,1%) wa­ren eben­falls schwach.

Spe­ku­la­tio­nen, wo­nach Sie­mens (89.18 €, –1,8%) In­ter­es­se für ei­ne Spar­te des US-Kon­zerns Emer­son Electric be­kun­de, be­las­te­ten die Va­lo­ren des deut­schen Tech­no­lo­gie­rie­sen. Die Ge­sprä­che um ei­ne mög­li­che Über­nah­me des Be­reichs Strom­sys­te­me für Da­ten­zen­tren sei­en aber noch in ei­nem frü­hen Sta­di­um. Emer­son hat­te Ab­spal­tungs­plä­ne für die Spar­te schon im letz­ten Som­mer be­kannt ge­ge­ben und will da­mit bis zu 4 Mrd. $ ein­neh­men.

Thys­senK­rupp (18.16 €, –5,2%) über­nimmt zu ei­nem sym­bo­li­schen Preis den 26,87%-An­teil am kri­seln­den bra­si­lia­ni­schen StahlJo­int Ven­ture mit Va­le. Nach An­ga­ben von Thys­senK­rupp hat die Trans­ak­ti­on kei­nen Fi­nan­zie­rungs­be­darf zur Fol­ge und kei­nen Ein­fluss auf die fi­nan­zi­el­le Be­wer­tung des Stahl­werks. Die Ak­ti­en des Stahl­her­stel­lers ga­ben den­noch nach, eben­so wie die der Bran­chen­nach­barn Voe­st­al­pi­ne (28.34 €, –4,8%) und Ar­cel­orMit­tal (3.98 €, –4,1%). Ge­rüch­te um ei­nen mög­li­chen Ein­stieg des in­di­schen Wett­be­wer­bers Ta­ta Steel hat­ten Thys­senK­rupp ver­gan­ge­ne Wo­che noch kräf­tig an­ge­trie­ben.

Die Mit­tel­frist­plä­ne von Peu­geot (13.72 €, –5,8%) sind nicht gut an­ge­kom­men: Der Au­to­bau­er will kräf­tig in­ves­tie­ren und bis 2021 ins­ge­samt 34 neue Fahr­zeu­ge auf den Markt brin­gen. Al­ler­dings nimmt er da­für ei­ne tie­fe­re Mar­ge von le­dig­lich noch 4% in Kauf. 2015 hat­te er noch ei­ne Mar­ge von 5% er­wirt­schaf­tet. Daim­ler (63.10 €, –4,2%) und Volks­wa­gen ( Vz, 102.85 €, –4,5%) fie­len im schwa­chen Markt eben­falls.

Die Haupt­ak­tio­nä­rin von Scha­eff­ler (12.92 €, –8,6%), die Fa­mi­li­en­hol­ding Scha­eff­ler Ver­wal­tungs Gm­bH, hat ei­nen 14,2%-An­teil am Au­to­zu­lie­fe­rer frü­her als er­war­tet am Markt plat­ziert. Die stimm­lo­sen Vor­zugs­ak­ti­en sind zu 13.10 € Eu­ro ver­äus­sert wor­den, 6% un­ter dem Schluss­kurs vom Mon­tag. Die Hal­te­frist wä­re erst En­de Wo­che aus­ge­lau­fen. Mit den Ein­nah­men von 1,2 Mrd. € will die Hol­ding Schul­den ab­bau­en.

BP (337,5 p, –2,3%) hat bei der Au­f­ar­bei­tung der Öl­pest im Golf von Me­xi­ko im Früh­ling 2010 ei­ne wei­te­re Hür­de ge­nom­men. Ein US-Rich­ter hat dem Ver­gleich zu­ge­stimmt, den BP im ver­gan­ge­nen Jahr mit der US-Re­gie­rung er­reicht hat­te. Da­mit wird der bri­ti­sche Öl­kon­zern über die nächs­ten 18 Jah­re 18,7 Mrd. $ an die Be­hör­den be­zah­len. Ins­ge­samt hat BP für die Fol­gen der Öl­pest 53,8 Mrd. $ zu­rück­ge­stellt.

Nach ei­ner star­ken Er­ho­lung der asia­ti­schen Ak­ti­en im März hat der po­si­ti­ve Schwung seit An­fang Mo­nat nach­ge­las­sen. Der ja­pa­ni­sche Nik­kei 225 ver­lor seit Frei­tag 2,7% auf 15732,82. Wäh­rend der Hang Seng in Hong­kong 1,6% auf 20177,00 nach­liess, fiel der ko­rea­ni­sche Ko­s­pi 0,5% auf 1962,74. In Syd­ney gab der S&P/ASX 200 1,5% auf 4924.39 nach. Der Shang­hai Com­po­si­te in Fest­land­chi­na konn­te sich ent­ge­gen dem Trend um 1,4% auf 3053 Punk­te stei­gern.

In den ver­gan­ge­nen Wo­chen ver­zeich­ne­ten die Bör­sen der Re­gi­on Kurs­ge­win­ne von rund 10%, nach­dem sich die Stim­mung vom über­trie­be­nen Pes­si­mis­mus im Ja­nu­ar er­holt hat­te. Die Kur­se wur­den zu­sätz­lich durch die Zu­si­che­rung von Fed-Prä­si­den­tin Ja­net Yel­len ge­stützt, dass das Fed künf­ti­ge An­pas­sun­gen der Geld­po­li­tik nur in klei­nen Schrit­ten vor­neh­men wer­de.

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