Das Wich­tigs­te

Finanz und Wirtschaft - - UNTERNEHMEN -

ten mo­bi­len App: «Sie hat die Hemm­schwel­le ge­senkt und die Kom­ple­xi­tät re­du­ziert», er­läu­tert er. Sher­pa­ny deckt 60 Un­ter­neh­men ab. Ein Vier­tel der Nut­zer stimmt ge­mäss Hä­cker­mann über die mo­bi­le App ab.

Ar­turo De­vi­gus, Ge­schäfts­füh­rer von De­vi­gus, spricht von ei­ner sta­gnie­ren­den An­zahl Ak­tio­nä­re, die ih­re Stim­me on­li­ne ab­ge­ben. Dem­ent­spre­chend ge­ring war der Ein­fluss der Platt­for­men auf die stei­gen­de Stimm­be­tei­li­gung. Vo­lon­té be­grün­det den An­stieg der Stimm­be­tei­li­gung mit Gross­ak­tio­nä­ren. Der An­teil von Un­ter­neh­men mit Gross­ak­tio­nä­ren ist in den ver­gan­ge­nen Jah­ren deut­lich ge­stie­gen (vgl. Gra­fik 1). Seit 2010 ist der An­teil von Un­ter­neh- Die Ge­ne­ral­ver­samm­lung (GV) er­mög­licht den wich­ti­gen di­rek­ten Aus­tausch zwi­schen Ver­wal­tungs­rat und Ak­tio­när. Bei den zwan­zig gröss­ten Un­ter­neh­men der Schweiz ist nur je­de fünf­te Ak­tie, an der GV prä­sent. Je­de drit­te Na­men­ak­tie von Un­ter­neh­men aus dem Swiss Mar­ket In­dex ist nicht ein­ge­tra­gen und da­mit stimm­los. men mit ei­nem Gross­ak­tio­när (Be­tei­li­gung über 20%) mehr als 5% ge­stie­gen. Das ist der Haupt­trei­ber für die hö­he­re Stimm­be­tei­li­gung. Ein wei­te­rer Grund ist die Stimm­pf­licht von Pen­si­ons­kas­sen seit 2015.

Stim­me im ei­gent­li­chen Sinn

Die «Lands­ge­mein­de» der Un­ter­neh­men ist aber mehr als nur Ab­stim­men und Wäh­len. Je­der Ak­tio­när kann dem Ver­wal­tungs­rat sei­ne Mei­nung sa­gen. Je­de Stim­me fin­det Ge­hör. «Das Tref­fen vor Ort ist wich­tig für den Aus­tausch, be­son­ders bei um­strit­te­nen The­men», sagt Kauf­mann von Ethos. Ma­na­ger an­gel­säch­si­scher Prä­gung be­trach­ten die GV oft als Zeit­ver­schwen­dung. Mit ge­wich­ti­gen Ak­tio­nä­ren ha­ben sie sich zu­vor ge­trof­fen, und die Ab­stim­mungs­re­sul­ta­te sind ent­schie­den. Die­se Über­le­gung greift aber zu kurz. Denn als Or­gan wählt die Ver­ei­ni­gung der Un­ter­neh­mens­ei­gen­tü­mer den Ver­wal­tungs­rat und ent­schei­det über die Ver­gü­tung, das Tref­fen ist die bes­te Platt­form für den Mei­nungs­aus­tausch.

We­ni­ger aus­ge­prägt ist laut ei­ner Ana­ly­se von Ethos die Dis­kre­panz zwi­schen an­we­sen­den Ak­tio­nä­ren und sol­chen, die ver­tre­ten wer­den, bei klei­ne­ren Ge­sell­schaf­ten. Bei Nicht­be­ach­tung der Un­ter­neh­men mit ei­nem An­ker­ak­tio­när (Be­tei­li­gung über 33,3%) be­trug der An­teil von an­we­sen­den Ak­tio­nä­ren für Ge­sell­schaf­ten aus dem SMI 6%. Für die dreis­sig nächst­grös­se­ren Un­ter­neh­men (SMIM) wa­ren es be­reits 8% und für den Ge­samt­markt SPI 17%.

Es liegt aber nicht nur an den Un­ter­neh­men, die GV zu pfle­gen. Auch Ak­tio­nä­re müs­sen ih­ren Pflich­ten nach­ge­hen. Je­de drit­te Na­men­ak­tie von Un­ter­neh­men aus dem SMI ist nicht ein­ge­tra­gen. Der An­teil die­ser Di­s­po­ak­ti­en ist er­schre­ckend hoch und ge­mäss Da­ten der FuW jüngst ge­stie­gen. Die­se Stim­men ver­fal­len und ge­ben den prä­sen­ten Ak­ti­en mehr Ge­wicht. Das be­le­gen auch Zah­len von De­vi­gus, wo­nach nur 20 bis 40% der Ak­tio­nä­re auf die Ein­la­dung der GV re­agie­ren. Ak­tio­nä­re ha­ben es in der Hand, von ih­ren Rech­ten Ge­brauch zu ma­chen.

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