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Finanz und Wirtschaft - - UNTERNEHMEN - BOE

Als Tax In­ver­si­on wird das Vor­ge­hen von US-Un­ter­neh­men be­zeich­net, über die Fu­si­on mit ei­ner aus­län­di­schen Ge­sell­schaft den ei­ge­nen Ge­schäfts­sitz ins steu­er­güns­ti­ge­re Aus­land zu ver­le­gen. Hal­ten die Ak­tio­nä­re nach dem Zu­sam­men­schluss we­ni­ger als 60% der Ak­ti­en der neu ent­stan­de­nen Ge­sell­schaft, gilt nach heu­ti­gem Recht der aus­län­di­sche Sitz als Steu­er­do­mi­zil. Da­mit kann die ho­he Un­ter­neh­mens­be­steue­rung in den USA um­gan­gen wer­den.

Am 5. April hat das US-Fi­nanz­mi­nis­te­ri­um an­ge­kün­digt, Mass­nah­men ge­gen die­se Pra­xis zu er­grei­fen. Ei­ner­seits sol­len bei der Be­rech­nung der Un­ter­neh­mens­grös­se nur noch As­sets zäh­len, die vor mehr als drei Jah­ren zu­ge­kauft wur­den. So kann der Wert der über­nom­me­nen Ge­sell­schaf­ten re­du­ziert und die Be­tei­li­gungs­quo­te über die kri­ti­schen 60% ge­drückt wer­den.

An­de­rer­seits sol­len kon­zern­in­ter­ne Dar­le­hen künf­tig als Ei­gen­ka­pi­tal aus­ge­wie­sen wer­den, um den Um­fang mög­li­cher Steu­er­ab­zü­ge ein­zu­schrän­ken. Die­ses so­ge­nann­te Earnings Strip­ping er­mög­licht es Kon­zer­nen, bei Toch­ter­ge­sell­schaf­ten in den USA Dar­le­hen­zin­sen vom steu­er­ba­ren Ge­winn ab­zu­set­zen und gleich­zei­tig den Zin­s­er­trag ins steu­er­güns­ti­ge Aus­land zu ver­la­gern.

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