Ban­ken­ti­tel ste­hen un­ter Druck

Finanz und Wirtschaft - - AKTIEN AUSLAND - SAM

Fed-Ver­tre­ter äus­sern sich zur wei­te­ren Zins­po­li­tik. Gap ent­täuscht ein­mal mehr.

die Ban­ken, dar­un­ter J.P Mor­gan Cha­se (57.32 $ am Don­ners­tag, –3,2% im Wo­chen­ver­gleich), Bank of Ame­ri­ca (12.85 $, –5%), Gold­man Sachs (150.41 $, –4,2%) und Ci­ti­group (40.27 $, –3,5%).

Op­ti­mis­ti­scher zeig­te sich Fe­dChe­fin Ja­net Yel­len am Don­ners­tag. Die Aus­sich­ten auf Wachs­tum sei­en gut, ver­kün­de­te sie. An­zei­chen, dass sich die US-Wirt­schaft in ei­ner Bla­se be­fin­de, ge­be es kei­ne. Vor­sich­tig äus­ser­te sich am Frei­tag Wil­li­am Dud­ley, der Prä­si­dent der Di­strikt­no­ten­bank New York. Er plä­dier­te für ei­ne um­sich­ti­ge und gra­du­el­le An­he­bung der Zin­sen und ver­wies auf den un­si­che­ren Aus­blick für die ame­ri­ka­ni­sche Kon­junk­tur. Ins­be­son­de­re über die an­hal­tend nied­ri­ge In­fla­ti­on zeig­te sich Dud­ley be­sorgt.

Am Frei­tag er­öff­ne­ten die Bör­sen freund­lich. Die drei Haupt­in­di­zes klet­ter­ten wie­der in den po­si­ti­ven Be­reich. Auch der Öl­preis er­hol­te sich deut­lich und leg­te über 5% zu. Dies kam den bei­den In­dex­schwer­ge­wich­ten Exxon Mo­bil (82.37 $, –1,5%) und Chev­ron (94.79 $, –0,6%) zu Gu­te. Die Öl­kon­zer­ne wa­ren da­mit die Ge­win­ner am Frei­tag.

Yahoo (36.17 $, –1,7%) darf sich der­weil der Auf­merk­sam­keit ei­ni­ger In­ter­es­sen­ten er­freu­en. Wie am Don­ners­tag be­kannt wur­de, zieht Goog­le, die Toch­ter­ge­sell­schaft von Al­pha­bet (740.28 $, –0,4%), ein An­ge­bot für das Kern­ge­schäft von Yahoo in Be­tracht. Auch die Me­di­en­kon­zer­ne Ver­zi­on (52 $, –3,8%) und Time War­ner (72.91 $, +0,5%) zei­gen In­ter­es­se am kri­sen­ge­schüt­tel­ten In­ter­net­pio­nier. Die Ak­ti­en Yahoo re­agier­ten mit leich­ten Ab­ga­ben auf die Nach­rich­ten.

Gap (27.68 $, –5,9%) ge­hör­te zu den gröss­ten Ver­lie­rern am Frei­tag. Der Mo­de­kon­zern hat am Don­ners­tag sei­ne Ver­kaufs­zah­len für den März ver­öf­fent­licht. Der Um­satz ist ver­gli­chen zum Vor­mo­nat um 6% auf 1,4 Mrd. $ ge­sun­ken. Ein Jahr zu­vor lag er noch bei 1,5 Mrd. $. Zu Gap ge­hö­ren noch zwei schwä­cheln­de Mo­de­mar­ken, Old Na­vy und Bana­na Re­pu­blic. Auch sie ha­ben mit rück­läu­fi­gen Ver­kaufs­zah­len zu kämp­fen.

Der Sport­ar­ti­kel­her­stel­ler Un­der Ar­mour (85.97 $, +1,3%) hat am Don­ners­tag­abend nach Bör­sen­schluss ei­nen Ak­ti­en­split durch­ge­führt. Be­sit­zer er­hal­ten für ei­ne al­te Ak­tie zwei neue. Der Split soll den Kurs re­du­zie­ren und die Ak­tie da­mit leich­ter han­del­bar ma­chen. Un­der Ar­mour kon­kur­riert ge­gen­wär­tig mit Adi­das und Ni­ke (60.30 $, –1,9%) um die Vor­rei­ter­schaft in der Ent­wick­lung von mass­ge­fer­tig­ten Kom­po­nen­ten für Sport­schu­he. Mas­sen­markt­taug­lich soll das Pro­dukt durch 3DD­ru­cker ge­macht wer­den, wel­che die Schuh­kom­po­nen­te aus­dru­cken. Am Frei­tag no­tier­ten die Pa­pie­re mehr als 3% schwä­cher zu rund 42.80 $.

Die 160 Mil­li­ar­den schwe­re Über­nah­me von Al­ler­gan (241 $, –10,1%) durch Pfi­zer (32.76 $, +10,5%) ist ge­platzt. Grund da­für ist die Ver­schär­fung der USS­teu­er­ge­set­ze, mit de­nen die Re­gie­rung ge­gen Steu­er­op­ti­mie­rung vor­geht. Der Zu­sam­men­schluss sei in ge­gen­sei­ti­gem Ein­ver­neh­men ab­ge­bla­sen wor­den, gab Pfi­zer am Mitt­woch be­kannt. Der Phar­ma­kon­zern muss Al­ler­gan da­für aber 150 Mio. $ zah­len.

Newspapers in German

Newspapers from Switzerland

© PressReader. All rights reserved.