Ge­org Fi­scher ist auch ein Tru­cker

Finanz und Wirtschaft - - INDUSTRIE -

Der glo­ba­le Markt für mit­tel­schwe­re und schwe­re Nutz­fahr­zeu­ge (über 6 resp. 16 t) ist gut dreis­sig­mal klei­ner als der für Per­so­nen­wa­gen. Das spie­gelt sich auch im Ge­schäft der ko­tier­ten Schwei­zer Au­to­mo­bil­zu­lie­fe­rer. Ei­nen be­deu­ten­den An­teil ha­ben Last­wa­gen­und Bus­her­stel­ler nur in der In­dus­trie­grup­pe Ge­org Fi­scher. Dort tru­gen sie im ver­gan­ge­nen Jahr mit 382 Mio. Fr. knapp 30% zum Um­satz der auf Alu­mi­ni­um-, Ma­g­ne­si­um- und Ei­sen­guss­kom­po­nen­ten spe­zia­li­sier­ten Di­vi­si­on GF Au­to­mo­ti­ve und gut 10% zum Grup­pen­um­satz bei.

Fünf­mal klei­ner ist der An­teil am Um­satz (2086 Mio. Fr.) von Au­to­ne­um, Her­stel­ler von Hit­ze- und Lärm­schutz­sys­te­men. Aus­ser der ge­rin­ge­ren Markt­grös­se gibt es hier für den klei­nen Bei­trag noch ei­nen an­de­ren Grund: die im Ver­gleich zu Per­so­nen­wa­gen viel län­ge­ren Pro­duk­ti­ons­zy­klen von Last­wa­gen und Bus­sen. We­gen ih­nen dau­ert nicht nur die Ein­füh­rung von In­no­va­tio­nen län­ger, auch al­te Tech­no­lo­gi­en müs­sen viel län­ger un­ter­stützt wer­den. Je nach Pro­dukt kann das hin­der­lich sein.

Re­la­tiv klein ist der Ge­schäfts­an­teil von schwe­ren Nutz­fahr­zeu­gen auch bei Em­sChe­mie. An­wen­dun­gen für Last­wa­gen und Bus­se ma­chen nach Aus­kunft des Un­ter­neh- mens nur «ein paar Pro­zen­te» am ge­sam­ten Au­to­mo­bil­ge­schäft von Ems aus, das mehr als 60% zum Um­satz bei­steu­ert.

Ähn­li­ches gilt für den Fein­schneid- und Um­form­spe­zia­lis­ten Fein­tool. Mit 20 Mio. Fr. be­trägt der An­teil von Tei­len für schwe­re Nutz­fahr­zeu­ge knapp 4% des letzt­jäh­ri­gen Um­sat­zes (509 Mio. Fr.). Er­zielt wird er in­di­rekt mit Zu­lie­fe­rern des Sek­tors in Deutsch­land und den USA. Laut Fein­tool han­delt es sich von we­ni­gen Aus­nah­men ab­ge­se­hen um Um­form­tei­le für Ge­trie­be.

Der po­si­ti­ve Trend im ei­ge­nen Lk­wGe­schäft ha­be sich im bis­he­ri­gen Jah­res­ver­lauf fort­ge­setzt, sagt Ge­org Fi­scher. An­ge­bro­chen war er vor ei­nem Jahr, als der eu­ro­päi­sche Markt für schwe­re­re Nutz­fahr­zeu­ge an­zu­zie­hen be­gann. Im Ja­nu­ar und Fe­bru­ar 2016 lag er ge­mäss dem Au­to­mo­bil- und Nutz­fahr­zeug­ver­band Acea je rund ein Fünf­tel über Vor­jahr (die März­zah­len wer­den am 22. April pu­bli­ziert).

Zu­sam­men mit der eben­falls kräf­ti­gen Zu­nah­me der Per­so­nen­wa­gen­nach­fra­ge in Eu­ro­pa bil­de das ei­ne so­li­de Ba­sis für das ers­te Se­mes­ter von Ge­org Fi­scher, meint Von­to­bel-Ana­lyst Fa­bi­an Hä­cki. GF Au­to­mo­ti­ve be­dient vor al­lem eu­ro­päi­sche Kun­den (mit je­weils glo­ba­len Ak­ti­vi­tä­ten).

Dank der ins­ge­samt so­li­den welt­wei­ten Au­to­mo­bil­nach­fra­ge sieht es für die hie­si­gen Zu­lie­fe­rer gut aus. Für die mass­voll bis fair be­wer­te­ten Di­vi­den­den­pa­pie­re von Au­to­ne­um, Fein­tool und Ge­org Fi­scher gilt das auch aus An­le­ger­sicht.

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