Burk­hal­ter feh­len die Fach­kräf­te

Finanz und Wirtschaft - - ENERGIE/INDUSTRIE - PM

Der Elek­tro­in­stal­la­teur be­ein­druckt durch Kon­ti­nui­tät: Auch 2015 hat Burk­hal­ter die Er­trags­la­ge, un­ge­ach­tet des schwie­ri­gen Um­felds, wei­ter ver­bes­sert. Das ist so seit dem Bör­sen­gang 2008 – und da­ran dürf­te sich vor­erst nichts än­dern. Der Um­stand hat sich in der Ak­ti­en­per­for­mance nie­der­ge­schla­gen: Burk­hal­ter ha­ben den SPI weit hin­ter sich ge­las­sen.

Er­folgs­fak­tor Num­mer eins sind ge­mäss Kon­zern­chef Mar­co Syf­rig gu­te und mo­ti­vier­te Mit­ar­bei­ter. Das be­dingt ei­ne gross­zü­gi­ge Ent­loh­nung. Die­se Mo­ti­va­ti­on ist um­so wich­ti­ger, als mehr Ar­beit vor­han­den ist, als mit dem ge­ge­be­nen Per­so­nal ge­leis­tet wer­den kann. Der Fach­kräf­te­man­gel wird zum Eng­pass­fak­tor für Burk­hal­ter. Er­folgs­fak­tor Num­mer zwei ist die de­zen­tra­le Struk­tur. Burk­hal­ter be­steht aus 43 Ein­zel­un­ter­neh­men. Al­le Ein­hei­ten sind lo­kal ver­an­kert und wer­den von selb­stän­di­gen Ge­schäfts­lei­tern er­folgs­ver­ant­wort­lich ge­führt. Der Er­folg ist zu­dem auf die von Burk­hal­ter prak­ti­zier­te se­lek­ti­ve Auf­trags­ak­qui­se zu­rück­zu­füh­ren. Es wer­den nur Auf­trä­ge an­ge­nom­men, die ren­ta­bel ab­ge­wi­ckelt wer­den kön­nen.

Die­se Fak­to­ren ha­ben auch 2015 zu ei­ner ver­bes­ser­ten Er­trags­la­ge ge­führt. Der Um­satz sank we­gen der zu­rück­hal­ten­den Auf­trags­an­nah­me 1,9% auf 509,7 Mio. Fr. Um­ge­kehrt konn­te das ope­ra­ti­ve Er­geb­nis Ebit 9,2% und der Ge­winn gar 10,5% auf 34,8 Mio. Fr. ge­stei­gert wer­den. Die Mar­gen er­höh­ten sich auf 8,3 bzw. 6,8%. Die Ei­gen­ka­pi­tal­quo­te bil­de­te sich leicht zu­rück, blieb mit 42% je­doch so­lid.

Burk­hal­ter strebt Wachs­tum über die Ak­qui­si­ti­on von klei­ne­ren und mitt­le­ren Un­ter­neh­men an. Im Be­richts­jahr wur­de die im Rhein­tal be­hei­ma­te­te Kol­bG­rup­pe über­nom­men. Um sich für wei­te­re Über­nah­men Hand­lungs­spiel­raum zu si­chern, be­an­tragt der Ver­wal­tungs­rat die Schaf­fung ei­nes ge­neh­mig­ten Ka­pi­tals von ma­xi­mal 350 000 Ak­ti­en, 5,8% des Ak­ti­en­ka­pi­tals. Da­hin­ter steht die Er­kennt­nis, dass in grös­se­ren Ak­qui­si­tio­nen oft ein Teil des Kauf­prei­ses in Ak­ti­en ab­ge­gol­ten wird.

Die Kon­ti­nui­tät setzt sich 2016 fort. Der Ge­winn je Ak­tie soll er­neut ge­stei­gert wer­den, wenn auch nicht ganz im sel­ben Aus­mass wie 2015. «Fi­nanz und Wirt­schaft» rech­net mit ei­nem Wachs­tum von knapp 9% auf 6.30 Fr. je Ti­tel. Die Va­lo­ren sind mit ei­nem Kurs-Ge­win­nVer­hält­nis von 19 his­to­risch recht hoch be­wer­tet. Sie blei­ben für den Ak­tio­när at­trak­tiv, zu­mal Burk­hal­ter ho­he Ge­winn­aus­schüt­tun­gen vor­nimmt. Für 2015 wird die Di­vi­den­de auf 5.25 Fr. je Ak­tie an­ge­ho­ben, ent­spre­chend ei­ner Aus­schüt­tungs­quo­te von 90%. Al­le Fi­nanz­da­ten zu Burk­hal­ter im On­li­ne-Ak­ti­en­füh­rer: www.fuw.ch/BRKN

Newspapers in German

Newspapers from Switzerland

© PressReader. All rights reserved.