LVMH-Um­satz über­zeugt nicht

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Ali­ba­ba kauft Ro­cket-In­ter­net-Toch­ter. De Beers stützt Ang­lo Ame­ri­can.

Der Soft­ware­rie­se SAP (68.45 €, +1,4%) hat mit sei­nen Vor­ab­zah­len zum ers­ten Quar­tal die Er­war­tun­gen nicht er­füllt. Grund da­für sind Ver­trags­ab­schlüs­se, die erst im zwei­ten Quar­tal ver­bucht wer­den. Ro­cket In­ter­net (27.28 €, +10,6%) klet­ter­ten, nach­dem die On­li­neHol­ding ei­nen 9,1%-An­teil am asia­ti­schen E-Com­mer­ce-An­bie­ter La­za­da für 137 Mio. $ an Ali­ba­ba ver­kauft hat. Auch der bri­ti­sche De­tail­händ­ler Tes­co (196,3 p, +3,9%) und der schwe­di­sche In­ves­tor Kin­ne­vik (229.20 sKr., +2,1%) ha­ben La­za­da-Be­tei­li­gun­gen von 8,6% bzw. 3,8% an Ali­ba­ba ver­äus­sert. Ali­ba­ba si­cher­te sich zu­dem ei­ne Kauf­op­ti­on für die rest­li­chen von den drei Ge­sell­schaf­ten ge­hal­te­nen An­tei­le.

Spe­ku­la­tio­nen, wo­nach der chi­ne­si­sche In­ves­tor Jin Jiang ei­ne Auf­sto­ckung des knapp 12%igen An­teils an Ac­cor in Er­wä­gung zie­he, ver­hal­fen den Ho­tel­va­lo­ren zu ei­ner Avan­ce von 7,4% auf 39 €. Jin Jiang wol­le mit ei­nem An­teil von bis zu 20% mehr Ein­fluss auf das Ma­nage­ment er­hal­ten.

Ge­gen­tei­li­ge Plä­ne hegt Stan­dard Char­te­red (470,7 p, +7%). Die bri­ti­sche Bank er­wägt, in Asi­en Ak­ti­va im Wert von bis zu 4,4 Mrd. $ zu ver­äus­sern. Das In­sti­tut hat­te 2015 erst­mals seit 1989 ei­nen Jah­res­ver­lust er­lit­ten.

Ge­mäss Pres­se­be­rich­ten plant Te­le­nor (135.70 nKr., +5,1%) den Aus­stieg aus dem har­zi­gen Tele­com­ge­schäft in In­di­en. Das nor­we­gi­sche Un­ter­neh­men wol­le bis zu 1,8 Mrd. $ ein­neh­men, Ex­per­ten rech­nen aber mit nur 1 Mrd. $ Er­lös. Die Tele­com­aus­rüs­ter Erics­son (80.45 sKr., –1%) und No­kia (5.16 €, –2,6%) lit­ten un­ter den schwa­chen Quar­tals­zah­len des US-Wett­be­wer­bers Ju­ni­per.

Ang­lo Ame­ri­can (638,7 p, +17,7%) pro­fi­tier­ten vom hö­he­ren Ab­satz der Dia­man­ten­toch­ter De Beers. Die­se hat den Um­satz wäh­rend der Ver­kaufs­pe­ri­ode im April deut­lich auf 660 Mio. $ ge­stei­gert.

Der dä­ni­sche Ver­si­che­rer Tryg (125.90 dKr., +0,8%) hat trotz ei­nes 15,3% tie­fe­ren Vor­steu­er­ge­winns im ers­ten Quar­tal die Er­war­tun­gen über­trof­fen. Die Ti­tel des nie­der­län­di­schen Bran­chen­nach­barn Ae­gon (4.91 €, +4,1%) ka­men dank ei­nes Ver­kaufs in Gross­bri­tan­ni­en kräf­tig vor­an.

Um mög­lichst rasch grü­nes Licht für den Kauf von SABMil­ler (4239,5 p, +1,4%) zu er­hal­ten, hat AB InBev (106.20 €, –0,6%) den EUWett­be­werbs­be­hör­den ei­nen Plan un­ter­brei­tet, der Ak­ti­va­ver­käu­fe ent­hal­ten dürf­te. Die EU hat da­nach ei­ne neue Frist bis 24. Mai ge­setzt, bis zu der sie über den Me­ga­deal ent­schei­den will.

Die Ak­ti­en­märk­te in Asi­en zeig­ten sich trotz klei­ner Schwä­che­an­zei­chen an der Wall Street über­wie­gend freund­lich. Der S&P Asia 50 mit den 50 gröss­ten Fir­men in Hong­kong, Ko­rea, Sin­ga­pur und Tai­wan schloss 0,8% hö­her auf 3287,42. In Ja­pan sorg­ten das En­de des längs­ten Yen-Hö­hen­flugs seit 2012 und ein tech­ni­scher Kniff der No­ten­bank für ei­ne Ge­gen­be­we­gung zum Ab­wärts­trend der ver­gan­ge­nen zwei Wo­chen. Der Nik­kei 225 rück­te 0,7% auf 15 928,79 vor. Der markt­brei­te To­pix ver­bes­ser­te sich 0,9% auf 1299,35.

Gröss­te Ge­win­ner wa­ren die Bank­ak­ti­en. Die ja­pa­ni­sche Zen­tral­bank er­höh­te den An­teil der Ein­la­gen der Ge­schäfts­ban­ken, der von den Ne­ga­tiv­zin­sen aus­ge­nom­men ist. Die Bank of Ja­pan schätzt die vom Straf­zins noch be­trof­fe­nen Gut­ha­ben auf 10 bis 30 Bio. Yen (88 bis 263 Mrd. Fr.). Aufs Jahr hoch­ge­rech­net be­las­tet

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