Das Di­vi­den­den-Ar­gu­ment von Adec­co

Finanz und Wirtschaft - - UNTERNEHMEN -

Am 9. März hat Alain De­ha­ze als Adec­co-CEO erst­mals ei­nen Jah­res­ab­schluss prä­sen­tiert: Der gröss­te Per­so­nal­ver­mitt­ler wies für 2015 nur 8 Mio. € Ge­winn aus. Der Grund da­für war ein schon be­kann­ter Good­wil­l­ab­schrei­ber von 740 Mio. €. Er­nüch­ternd wa­ren dann die neus­ten Wachs­tums­zah­len: Nach­dem der Um­satz im vier­ten Quar­tal 2015 or­ga­nisch noch 5% ge­stie­gen war, nahm die Ra­te im Ja- nu­ar und Fe­bru­ar auf 4% ab. Adec­co liegt da­mit wei­ter hin­ter der Bran­chen­num­mer zwei, Rand­stad. De­ha­ze weiss, dass das Wachs­tum be­schleu­nigt wer­den muss, und setz­te im Ja­nu­ar das Ziel, dass Adec­cos Um­satz, grup­pen­weit und in al­len Haupt­märk­ten, or­ga­nisch über ei­nen Kon­junk­tur­zy­klus min­des­tens so stark wie der­je­ni­ge der Haupt­kon­kur­renz, Rand­stad und Man­power, wach­sen soll.

Grund­sätz­lich ist die Per­so­nal­ver­mitt­lung ein stark zy­kli­sches Ge­schäft. Dies spie­gelt sich im vo­la­ti­len Kurs­ver­lauf. Lang­fris­tig ist die Ent­wick­lung der Adec­co-Ak­ti­en hin­ter der des Mark­tes zu­rück­ge­blie­ben (vgl. Kurs­gra­fik). Da­rin ma­ni­fes­tiert sich der Um­stand, dass der Kon­zern nach Bloom­berg-Da­ten in der Hälf­te der letz­ten zehn Jah­re sei­ne Ka­pi­tal­kos­ten nicht ver­dient hat.

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