Roh­öl gibt vor Do­ha-Tref­fen nach

Finanz und Wirtschaft - - ROHSTOFFE/DERIVATIVE INSTRUMENTE - OLE HANSEN,

Die in­ter­na­tio­na­len Roh­wa­ren­prei­se mach­ten die zwei­te Wo­che Bo­den gut. Chi­nas neus­te Zah­len zum Aus­sen­han­del deu­ten auf ei­ne Sta­bi­li­sie­rung des Wirt­schafts­wachs­tums hin. Da­von pro­fier­ten vor al­lem die In­dus­trie­me­tal­le (+3,2% im Wo­chen­ver­gleich) und der Markt für So­ja­boh­nen, auf dem Chi­na der gröss­te Nach­fra­ger ist. Auch Ei­sen­erz ver­teu­er­te sich um 10%.

Der Öl­preis klet­ter­te am Mitt­woch auf den höchs­ten Stand seit vier Mo­na­ten, gab dann aber ge­gen En­de der Wo­che et­was nach. Am Sonn­tag tref­fen sich die wich­tigs­ten För­der­län­der in Ka­tars Haupt­stadt, um über die De­cke­lung der För­der­men­ge zu ver­han­deln. Ein Fass der Sor­te Brent kos­te­te am Frei­tag 42.70 $, 5% mehr als vor Wo­chen­frist und rund 60% mehr als zum Tief­punkt im Ja­nu­ar. Preis­trei­bend wirk­te auch ein Bericht der In­ter­na­tio­na­len Ener­gie­be­hör­de IEA, wo­nach der An­ge­bots­über­schuss am glo­ba­len Roh­öl­markt En­de Jahr fast ab­ge­tra­gen sein wer­de. Was auch im­mer in Do­ha be­schlos­sen wird, das Po­ten­zi­al für stark stei­gen­de No­tie­run­gen ist zu­min­dest kurz­fris­tig be­schränkt, da das An­ge­bot nur bei sehr tie­fen Prei­sen deut­lich zu­rück­ge­hen dürf­te.

Zwar zei­gen Da­ten aus den USA, das dort die Pro­duk­ti­ons­men­ge zu­rück­geht. Doch gleich­zei­tig be­rich­tet Bloom­berg dass ge­mäss Schät­zun­gen die ira­ni­schen Ex­por­te im April auf über 2 Mio. Fass/Tag ge­stie­gen sind. Soll­te das stim­men, wä­re da­mit der bis­he­ri­ge För­der­rück­gang der USA neu­tra­li­siert.

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