Öl­preis for­dert sein nächs­tes Op­fer

Finanz und Wirtschaft - - AKTIEN AUSLAND - SAM

Die Gross­ban­ken schnei­den bes­ser ab als er­war­tet. Die Kon­su­men­ten­lau­ne ver­schlech­tert sich.

Da­von konn­ten sie an den Ak­ti­en­märk­ten pro­fi­tie­ren. Die Ab­schlüs­se der Gross­ban­ken wur­den durch den tie­fen Öl­preis und die Ab­küh­lung des chi­ne­si­schen Mark­tes be­las­tet.

Wall­s­treet mach­te am Don­ners­tag kei­ne gros­sen Sprün­ge. Der Dow Jo­nes In­dus­tri­al stieg leicht und er­reich­te im Ta­ges­ver­lauf den höchs­ten Stand seit No­vem­ber. Die Barometer S&P-500 und Nas­daq 100 no­tier­ten je­weils un­ver­än­dert.

Er­freut re­agier­te die Bör­se auf die Quar­tals­zah­len der Flug­ge­sell­schaf­ten Del­ta Air­lines (48.49 $, +5,9%): Sie ver­zeich­ne­ten am Don­ners­tag ei­nen Kurs­zu­wachs von 0,9%. Auch Ame­ri­can Air­lines (41.17 $, +7,3%) schlos­sen mit ei­nem Plus von 3%. Bei­den kam in der ver­gan­ge­nen Abrech­nungs­pe­ri­ode der tie­fe Öl­preis der letz­ten Mo­na­te zu­gu­te. Der Öl­preis sank am Frei­tag er­neut und ver­lor rund 3,5%. Ein Fass der Sor­te WTI wur­de für et­wa 40.35 $ ge­han­delt. Die Leit­in­di­zes ten­dier­ten eben­falls schwä­cher.

Der Em­pi­re Sta­te In­dex klet­ter­te im April auf den höchs­ten Stand seit ei­nem Jahr. Wie die Di­strikt­no­ten­bank New York am Frei­tag be­kannt gab, stieg der In­dex von 0,6 im Vor­mo­nat auf 9,6. Der Em­pi­re Sta­te In­dex no­tier­te im ver­gan­ge­nen Jahr we­gen des star­ken Dol­lars und des schwa­chen Wachs­tums in Eu­ro­pa und Asi­en auf nied­ri­gem Ni­veau.

Im Ge­gen­satz da­zu hat sich die Kon­su­men­ten­lau­ne im April ein­ge­trübt, wie ei­ne Um­fra­ge der Uni­ver­si­tät Mi­chi­gan er­gab. Das Barometer für das Ver­brau­cher­ver­trau­en sank von 91 im März auf 89,7 in die­sem Mo­nat. Die Ex­per­ten hat­ten mit ei­nem An­stieg auf 92 ge­rech­net.

Gold­man Sachs (160.91 $, +7%) will of­fen­bar die stärks­ten Kos­ten­kür­zun­gen seit Jah­ren vor­neh­men. Wie am Frei­tag be­kannt wur­de, will die Gross­bank vor al­lem beim Be­ra­tungs­per­so­nal und bei den Aus­ga­ben für Spe­sen spa­ren. Die­se Nach­richt ge­fiel den In- ves­to­ren, und die Ak­ti­en avan­cier­ten über 1%. Gold­man Sachs wird ih­re Quar­tals­zah­len am nächs­ten Di­ens­tag ver­öf­fent­li­chen.

Der Vi­deo- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­no­lo­gie­spe­zia­list Po­ly­com (12.27 $, +6,3%) wird vom ka­na­di­schen Te­le­kom­mu­ni­ka­ti­ons­an­bie­ter Mi­tel Net­works (7.88 $, –0,9%) auf­ge­kauft. Der De­al wird wohl im drit­ten Quar­tal ab­ge­schlos­sen sein. Poy­com soll sei­nen Mar­ken­na­men bei­be­hal­ten. Die Ver­kaufs­sum­me be­läuft sich auf rund 2 Mrd. $ in bar.

Der­weil tauch­te das nächs­te Hin­der­nis beim Ver­kauf des Kern­ge­schäfts von Yahoo (37.17 $, +2,8%) auf. Der In­ter­net­kon­zern ver­wei­gert an­geb­lich Aus­sa­gen zum Aus­blick auf das kom­men­de Jahr. Dar­an stos­sen sich die mög­li­chen Kauf­in­ter­es­sen­ten. Sie wer­fen Yahoo In­trans­pa­renz vor.

Good­rich Pe­tro­le­um hat am Frei­tag Kon­kurs an­ge­mel­det. Der Gas- und Öl­kon­zern fiel den wech­sel­haf­ten Ener­gie­prei­sen zum Op­fer. Good­rich ist nun schon das zwei­te Roh­stoff­un­ter­neh­men, das die­se Wo­che In­sol­venz an­mel­den muss. Am Mitt­woch traf es den Koh­le­för­de­rer Pe­abo­dy. Seit Be­ginn die­ses Jah­res sind in den USA fünf­zig Öl- und Gas­pro­du­zen­ten bank­rott ge­gan­gen.

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