Son­der­fall IT

Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE -

Be­reits in den Neun­zi­ger­jah­ren wird re­ge dis­ku­tiert, ob ak­ti­en­ba­sier­te Ent­loh­nung in der Er­folgs­rech­nung als Auf­wand ge­führt wer­den muss. Be­son­ders die IT-Bran­che, die sich ger­ne die­ses In­stru­ments be­dient, legt sich zu Be­ginn quer – vor­nehm­lich mit dem Ar­gu­ment, dass dar­aus ja kei­ne di­rek­ten fi­nan­zi­el­len Kos­ten er­wach­sen.

Mit­te der Nul­ler­jah­re setzt sich das für US-GAAP zu­stän­di­ge Fi­nan­ci­al Ac­coun­ting Stan­dards Bo­ard (FASB) schliess­lich durch: Das Gre­mi­um ent­schei­det, dass ak­ti­en­ba­sier­te Ent­loh­nung künf­tig als Aus­ga­be in die Er­folgs­rech­nung ein­ge­hen muss – ent­ste­hen den An­le­gern doch durch­aus Kos­ten, et­wa in der Form ei­ner An­teils­ver­wäs­se­rung.

Der Po­pu­la­ri­tät ak­ti­en­ba­sier­ter Ent­loh­nung tut das frei­lich kei­nen Ab­bruch. IT-Kon­zer­ne wie Twit­ter, Face­book, Ama­zon oder Goog­le neh­men nun oft ei­nen sim­plen Um­weg: Sie kon­zen­trie­ren sich in der Ka­pi­tal­markt­kom­mu­ni­ka­ti­on auf Non-GAAP-Kenn­zah­len, in de­nen die­se Kos­ten aus­ge­klam­mert wer­den. Ganz le­gal.

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