Dow Jo­nes flir­tet mit Re­kord­mar­ke

Finanz und Wirtschaft - - AKTIEN AUSLAND - CG/THA

Das Blue-Chip-Barometer no­tiert wie­der über 18 000. IBM schrumpft und schrumpft und schrumpft.

+0,8%) ge­ge­ben, die seit An­fang Jahr mehr als 10% vor­ge­rückt sind. Als Brems­klöt­ze ha­ben sich hin­ge­gen In­tel (31.65 $, –0,5%), Bo­eing (131.97$, +0,9%) und Ni­ke er­wie­sen (59.57 $, +0,2%).

Ei­ne er­heb­li­che Be­las­tung für den Dow wa­ren eben­so die Gross­ban­ken Gold­man Sachs (159.02 $, –1,2%) und J. P. Mor­gan Cha­se (62.27 $, –0,5%). Ein Blick auf die Quar­tals­zah­len der Fi­nanz­ko­los­se zeigt war­um: Gold­man Sachs zum Bei­spiel hat am Di­ens­tag als letz­te Gross­bank den Ab­schluss prä­sen­tiert und ei­nen Ge­winn­ein­bruch von 60% auf 1,1 Mrd. $ ge­mel­det.

Schuld dar­an war un­ter an­de­rem die Flau­te im Han­del, die auch dem Kon­kur­ren­ten Mor­gan St­an­ley (25.73 $, –1,7%) zu schaf­fen mach­te. Ana­lys­ten hat­ten die Er­war­tun­gen je­doch so stark ge­dämpft, dass die meis­ten Banken die Pro­gno­sen über­tref­fen konn­ten. Trotz der dürf­ti­gen Er­geb­nis­se ver­zeich­nen Fi­nanz­wer­te seit Be­ginn der Be­richts­sai­son da­mit so­gar deut­li­che Kurs­a­van­cen.

Am Di­ens­tag­mor­gen er­öff­ne­ten die Bör­sen in New York er­neut fes­ter. We­nig er­mu­ti­gen­de Nach­rich­ten kom­men je­doch aus dem Im­mo­bi­li­en­markt. Auf an­nua­li­sier­ter Ba­sis ist der Baustart neu­er Häu­ser im März 8,8% auf rund 1,1 Mio. ge­sun­ken. Im Schlüs­sel­seg­ment der Ein­fa­mi­li­en­häu­ser gin­gen sie so­gar 9,2% zu­rück.

Auf­trieb ver­spür­te der Öl­preis. Ob­schon sich die gros­sen För­der­län­der in Do­ha nicht auf ei­ne De­cke­lung der Pro­duk­ti­on ei­ni­gen konn­ten, brach der Markt nicht ein. Ein Fass Öl der US-Re­fe­renz­sor­te WTI han­del­te am Di­ens­tag ge­gen Mit­tag um 40 $. Die Ak­ti­en von Bran­chen­ko­los­sen wie Exxon Mo­bil (85.78 $, +0,4%) und Chev­ron (98.70 $, +0,7%) hiel­ten sich denn auch sta­bil.

Mi­se­ra­bel läuft das Ge­schäft für IBM (152.53 $, +0,9%). Der Um­satz des IT-Rie­sen ist im ers­ten Quar­tal zum sech­zehn­ten Mal in Fol­ge ge­sun­ken. Mit 18,7 Mrd. $ ver­dien­te IBM so we­nig wie zu­letzt 2002. Der Ge­winn schrumpf­te 13,5%. Seit Gin­ni Ro­met­ty vor vier Jah­ren den Pos­ten als CEO über­nom­men hat, treibt sie die Neu­aus­rich­tung des Kon­zerns vor­an und setzt auf wachs­tums­star­ke Seg­men­te wie Cloud Com­pu­ting. Doch der Wan­del ge­schieht nicht schnell ge­nug: Die Ge­win­ne in den noch jun­gen Ge­schäfts­fel­dern wer­den von den Ver­lus­ten im tra­di­tio­nel­len Hard­ware-Ge­schäft weg­ge­fres­sen. Die Ak­ti­en er­öff­ne­ten am Di­ens­tag 5% schwä­cher.

Ei­nen Rück­schlag müs­sen auch Ak­tio­nä­re von Net­flix (108.40$, –1,8%) hin­neh­men. Der On­li­neVi­deo­dienst hat im ver­gan­ge­nen Quar­tal zwar ein ro­bus­tes Wachs­tum ver­zeich­net. Der Ge­winn stieg knapp 17% auf 27,7 Mio. $, wäh­rend sich der Um­satz von 1,6 auf rund 2 Mrd. $. ver­bes­ser­te. Hin­ter den Er­war­tun­gen zu­rück bleibt je­doch der Aus­blick auf die lau­fen­de Be­richts­pe­ri­ode. Ins­ge­samt rech­net Net­flix mit 2,5 Mio. neu­en Abon­nen­ten. 500 000 von ih­nen sol­len aus dem Heim­markt USA kom­men, was un­ge­fähr den Markt­er­war­tun­gen ent­spricht. Im Aus­land sol­len es je­doch nur 2 Mio. Neu­kun­den sein, wo­ge­gen Ana­lys­ten bis­lang mit fast 3,5 Mio. kal­ku­liert ha­ben. Die Ak­ti­en Net­flix er­öff­ne­ten am Di­ens­tag fast 9% im Mi­nus.

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