Nik­kei macht Ver­lus­te wett

Finanz und Wirtschaft - - AKTIEN AUSLAND - GUIL­LAU­ME PONCET,

Ja­pa­ni­sche Bör­se er­holt sich vom Ein­sturz nach dem Erd­eben.

ge­wach­sen wie seit neun Mo­na­ten nicht mehr. Gleich­zei­tig über­traf das Wachs­tum der An­la­ge­inves­ti­tio­nen mit 10,7% den Schätz­kon­sens. Im ers­ten Quar­tal ist Chi­nas Wirt­schaft ge­gen­über dem Vor­jahr er­war­tungs­ge­mäss 6,7% ge­wach­sen. Das ent­spicht ei­ner leich­ten Ver­lang­sa­mung ge­gen­über dem Vor­quar­tal (6,8%). Der Aus­sen­han­del hat sich im März er­holt, wo­bei die Ex­por­te in Yuan 18,7% zu­leg­ten, wäh­rend die Im­por­te 1,7% ge­gen­über Vor­jahr zu­rück­gin­gen, aber den­noch die Markt­er­war­tun­gen über­tra­fen.

Pe­kings ex­pan­si­ve­re Po­li­tik hat­te po­si­ti­ve Aus­wir­kun­gen für den Im­mo­bi­li­en­markt, wo die Prei­se an­zo­gen und das Bau­ge­wer­be in den schwar­zen Be­reich zu­rück­zu­keh­ren schien. Nach ei­nem Preis­an­stieg von 6,5% im ver­gan­ge­nen Jahr spran­gen die Lie­gen­schafts­ver­käu­fe im ers­ten Quar­tal 2016 um ein Drit­tel.

In Hong­kong stütz­ten die Im­mo­bi­li­en­ge­sell­schaf­ten New World De­ve­lop­ment (7.85 HK-$, +0,8%) und Hang Lung Pro­per­ties (15.96 HK-$, +1,3%) den Hang Seng, der seit Frei­tag 0,6% avan­cier­te. Das Schluss­licht bil­de­ten we­gen ei­ner Ge­winn­war­nung die Ti­tel von Chi­na Uni­com (9.74 HK-$, –2,6%).

In Ja­pan ka­men die Kur­se we­gen ei­nes Erd­be­bens und des schwä­cheln­den Dol­lars un­ter Druck, der dem Yen Auf­wind ver­lieh. Ein Erd­be­ben der Stär­ke 7 hat in Ku­ma­mo­to gros­se Schä­den an­ge­rich­tet. Hon­da (3078 Yen, +1,4%), To­yo­ta (5680 Yen, –1,1%) und So­ny (2913.5 Yen, –0,7%) kün­dig­ten ei­ne vor­über­ge­hen­de Still­le­gung ih­rer je­wei­li­gen Pro­duk­ti­ons­stät­ten an. Am Di­ens­tag hol­ten die ja­pa­ni­sche Bör­se auf brei­ter Front wie­der auf. Da­bei spran­gen Kura­ray (1428 Yen, +4,9%) und Asahi Kasei (769.8 Yen, +4,6%) auf die vor­ders­ten Plät­ze im Nik­kei 225 seit letz­ten Frei­tag.

In Süd­ko­rea star­te­te der Ko­s­pi un­güns­tig in die Wo­che und gab 0,2% ab. An der po­li­ti­schen Front er­litt die herr­schen­de kon­ser­va­ti­ve Sa­en­u­ri-Par­tei ei­ne un­er­war­te­te Nie­der­la­ge ge­gen die gröss­te Op­po­si­ti­ons­par­tei Min­ju. Frau Park, Vor­sit­zen­de der Sa­en­u­ri, war we­gen der stei­gen­den Ar­beits­lo­sig­keit, rück­läu­fi­ger Ex­por­te und der zu­neh­men­den Ver­schul­dung der Pri­vat­haus­hal­te ins Kreuz­feu­er der Kri­tik ge­ra­ten. Die Min­ju-Par­tie ge­wann 123 der 300 Sit­ze in der ein­zi­gen Kam­mer des Na­tio­nal­par­la­ments, Sa­en­u­ri er­hielt 122 und die neu ge­grün­de­te Volks­par­tei 38. Bis an­hin re­gier­ten die Kon­ser­va­ti­ven mit 157 der 300 Sit­ze.

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