Geld­po­li­tik aus­ge­bremst

Finanz und Wirtschaft - - VORDERSEITE -

Der Öko­nom und No­bel­preis­trä­ger Mil­ton Fried­man hat die Um­lauf­ge­schwin­dig­keit des Gel­des ein­mal als Ther­mo­stat be­zeich­net. Wenn sie zu­nimmt, muss die Zen­tral­bank die Geld­men­ge dros­seln, nimmt die Ge­schwin­dig­keit ab, ge­nügt es, die Geld­schleu­se zu öff­nen. Am En­de wird auf die­se Wei­se das In­fla­ti­ons­ziel stets ein­ge­hal­ten. Die Jah­re seit der Fi­nanz­kri­se wi­der­le­gen die­se ein­fa­che Sicht der Din­ge. Al­le füh­ren­den Zen­tral­ban­ken ha­ben seit­her die Geld­po­li­tik mas­siv ge­lo­ckert, aber die Um­lauf­ge­schwin­dig­keit sinkt wei­ter. Sie ver­hin­dert so, dass die mo­ne­tä­re Kur an­schlägt. Die Po­li­tik der EZB ist das jüngs­te Bei­spiel hier­für.

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