Ha­pag-Lloyd vor Gross­kauf?

Finanz und Wirtschaft - - TRANSPORT/LOGISTIK -

In der Con­tai­nerSchiff­fahrt bahnt sich der nächs­te Me­ga­deal an. Die Ham­bur­ger Ree­de­rei Ha­pag-Lloyd spricht mit dem ara­bi­schen Kon­kur­ren­ten Uni­ted Ar­ab Ship­ping Com­pa­ny (UASC) über ei­ne Zu­sam­men­ar­beit. Die Ver­hand­lun­gen könn­ten auf ei­ne Fu­si­on der Con­tai­ner-Schiff­fahrts­ak­ti­vi­tä­ten hin­aus­lau­fen, er­klär­te Ha­pag-Lloyd am Don­ners­tag. An der gröss­ten deut­schen Ree­de­rei ist Klaus-Micha­el Küh­ne via sei­ne Pri­vat­hol­ding mit 20% be­tei­ligt. Küh­ne ist Mehr­heits­eig­ner des Frachtspe­di­teurs Küh­ne + Na­gel, ei­nes Kon­kur­ren­ten von Pa­nal­pi­na (vgl. links).

Mit ei­nem Zu­sam­men­schluss könn­ten bei­de Ree­de­rei­en bes­ser durch die Bran­chen­kri­se na­vi­gie­ren. Grös­se ist ent­schei­dend, um mit dem Trans­port von Wa­ren noch Geld zu ver­die­nen. Durch die Fu­si­on mit der welt­wei­ten Num­mer zehn der Bran­che wür­de Ha­pag-Lloyd den Ri­va­len Ever­green Li­ne über­ho­len und von Platz sechs auf Platz fünf vor­rü­cken. Der Ab­stand zur Num­mer vier, Cosco Con­tai­ner­li­nes, wür­de klei­ner.

UASC ist ei­ne staat­li­che Ge­sell­schaft, die von den ara­bi­schen Golf­staa­ten kon­trol­liert wird. Die Ham­bur­ger wür­den den klar grös­se­ren An­teil am neu­en Un­ter­neh­men hal­ten. Im Fall ei­ner Fu­si­on hiel­te Ha­pag-Lloyd ei­nen An­teil von 72%, UASC 28%.

Die Ak­ti­en von Ha­pag-Lloyd stie­gen als Re­ak­ti­on auf den Bericht zeit­wei­se fast 16% auf 18.90 €. Im ver­gan­ge­nen No­vem­ber wa­ren sie zu 20 € plat­ziert wor­den. (Reuters/AS)

Newspapers in German

Newspapers from Switzerland

© PressReader. All rights reserved.