Am­bi­tio­nier­te Jung­frau­bahn

Finanz und Wirtschaft - - TRANSPORT/LOGISTIK - GA

«Die Mess­lat­te war hoch, doch sie konn­te 2015 deut­lich über­trof­fen wer­den», kom­men­tier­te CEO Urs Kess­ler zum ab­ge­lau­fe­nen Jahr. Ob sich das auch in zwölf Mo­na­ten sa­gen lässt, ist nach ei­nem ver­hal­te­nen Start frag­lich. Bis Mit­te April ver­zeich­ne­te die Ge­sell­schaft auf dem Jung­frau­joch 12,8% we­ni­ger Gäs­te, was aber den zweit­bes­ten je er­ziel­ten Wert dar­stellt. Den Rück­stand auf­zu­ho­len, ist ein am­bi­tio­nier­tes Vor­ha­ben, das Kess­ler je­doch als mach­bar an­schaut: «Der Bu­chungs­stand für Mai und Ju­ni liegt auf dem Vor­jah­res­ni­veau.»

2015 war für die Jung­frau­bahnG­rup­pe in mehr­fa­cher Hin­sicht aus­ser­ge­wöhn­lich. Der Be­su­cher­re­kord – erst­mals mehr als 1 Mio. Gäs­te auf dem Jung­frau­joch – sorg­te für Best­wer­te in Ver­kehrser­trag (+10%), Um­satz (+8%) und Ge­winn (+19%). Der Ge­winn je Ak­tie er­reich­te 6.23 Fr. Da­von schüt­tet das Un­ter­neh­men 2 Fr. Di­vi­den­de aus, 11% mehr als im Vor­jahr.

Für das lau­fen­de Jahr ist ei­ne Seit­wärts­ent­wick­lung das wahr­schein­lichs­te Sze­na­rio. Der ver­hal­te­ne Start auf dem Jung­frau­joch und der er­neu­te Rück­gang der Fre­quen­zen im Win­ter­sport müs­sen erst kom­pen­siert wer­den. Das schränkt auch den Kurs­spiel­raum der Jung­frau­bahn-Ak­ti­en (KGV 17, Di­vi­den­den­ren­di­te 1,9%) ein, die seit An­fang März kon­stant über 100 Fr. no­tie­ren.

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