Ent­täu­schun­gen be­las­ten Wall­s­treet

Finanz und Wirtschaft - - AKTIEN AUSLAND -

Mi­cro­soft, Al­pha­bet und Star­bucks konn­ten die Er­war­tun­gen der In­ves­to­ren nicht er­fül­len.

der­staa­ten in den jüngs­ten Ver­hand­lun­gen in Do­ha nicht auf ei­ne Dros­se­lung der Pro­duk­ti­on ei­ni­gen konn­ten. Neue Ge­sprä­che zwi­schen den För­der­län­dern wur­den be­reits an­ge­kün­digt.

Das Ge­sche­hen an Wall­s­treet wird von der Be­richts­sai­son ge­prägt. Mi­cro­soft (55.78 $ am Don­ners­tag, +0,8% im Wo­chen­ver­gleich) gab am Don­ners­tag nach Bör­sen­schluss sein Quar­tals­er­geb­nis be­kannt. Der IT-Rie­se hat in der letz­ten Abrech­nungs­pe­ri­ode im Jah­res­ver­gleich kräf­ti­ge Ein­brü­che bei Ge­winn und Um­satz er­lit­ten. Zu den Sor­gen­kin­dern ge­hö­ren un­ter an­de­ren die Smart­pho­ne-Spar­te, die sich im frei­en Fall be­fin­det, und Clou­dDi­ens­te, die we­ni­ger Wachs­tum als er­hofft ver­zeich­nen konn­ten. Auch das Ge­schäft mit PC schwä­chelt. Die Ak­ti­en von Mi­cro­soft ver­lo­ren am Frei­tag bis zu 8% und wa­ren da­mit Ver­lie­rer des Tages.

Aus­ser Mi­cro­soft ver­öf­fent­lich­te Goog­le-Mut­ter Al­pha­bet (759.14 $, +0,8%) am Don­ners­tag nach Bör­sen­schluss ih­re Zah­len. Al­pha­bet ent­täusch­te die An­le­ger. Der Ge­winn leg­te im Ver­gleich zur Vor­jah­res­pe­ri­ode zwar über 20% zu. Dies war aber we­ni­ger, als von den Ana­lys­ten er­hofft wur­de. Das Un­ter­neh­men hat be­son­ders un­ter dem star­ken Dol­lar ge­lit­ten. Gut lie­fen hin­ge­gen die Ge­schäf­te mit Clou­dDi­ens­ten und Wer­be­an­zei­gen auf Mo­bil­ge­rä­ten der Toch­ter Goog­le. Al­pha­bet hat viel in­ves­tiert in ex­pe­ri­men­tel­le Ge­bie­te wie Youtube-Shows, selbst­fah­ren­de Au­tos und vir­tu­el­le Rea­li­tä­ten. Am Frei­tag ver­lo­ren die Va­lo­ren über 4%.

Auch Star­bucks (60.64 $, +0,8%) konn­te die Er­war­tun­gen der In­ves­to­ren nicht er­fül­len. Der Über­schuss stieg ver­gli­chen mit dem Vor­jah­res­wert im ab­ge­lau­fe­nen Quar­tal um 16% auf 575 Mio. $. Der Um­satz war nied­ri­ger als er­war­tet, ge­nau wie die An­zahl der Fi­li­al­neu­er­öf­fu­nun­gen.

Vi­sa (80.79 $, +0,6%) wur­de für sei­nen Ge­winn­sprung von rund 10% im Ver­gleich zum Vor­jahr auf 1.7 Mrd. $ nicht be­lohnt an der Bör­se, ob­wohl die Er­war­tun­gen über­trof­fen wur­den. Die An­le­ger wa­ren we­nig er­freut über die Nach­richt, dass sich der Ver­kauf von Vi­sa Eu­ro­pe, wel­cher im No­vem­ber be­sie­gelt wur­de, ver­zö­gern könn­te.

Am Frei­tag ten­dier­ten S&P 500, Dow Jo­nes und Nas­daq wei­ter­hin schwä­cher. Der Öl­preis klet­ter­te zeit­wei­se über 1,8% auf rund 44.20 $ pro Bar­rel.

McDo­nald’s (125.79 $, –1,3%) schnitt letz­tes Quar­tal bes­ser ab als er­war­tet. Die Fast­food-Ket­te ver­öf­fent­lich­te am Frei­tag ih­ren Ab­schluss. Der Ver­kauf der Re­stau­rants stieg über 5,4%, und über­traf da­mit die Pro­gno­sen von 4%. McDo­nald’s pro­fi­tier­te vor al­lem von sei­nem All-DayB­re­ak­fast-An­ge­bot, das mehr Kun­den an­lock­te und da­mit auch für hö­he­ren Ver­kaufs­zah­len bei Nicht­früh­stücks­pro­duk­ten sorg­te. Das Un­ter­neh­men möch­te die­ses Jahr rund 500 neue Fi­lia­len er­öff­nen.

We­ni­ger er­folg­reich ver­lief das ab­ge­lau­fe­ne Quar­tal für Ge­ne­ral Electric (30.98 $, –0,1%). Der In­dus­trie­kon­zern konn­te zwar den Um­satz stei­gern, ge­riet aber in die ro­ten Zah­len. Der Ver­lust be­trug von Ja­nu­ar bis März rund 98 Mio. $. SAM

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