Ni­veau in der Schweiz bleibt hoch

Finanz und Wirtschaft - - INDUSTRIE -

Nach ei­nem wah­ren Boom in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ist die Bau­tä­tig­keit in der Schweiz 2015 ge­mes­sen am Um­satz im Bau­haupt­ge­wer­be deut­lich ge­sun­ken (–8,6%). Wäh­rend der Tief­bau 5,3% sank, bil­de­ten sich die Ein­nah­men im Hoch­bau 11,8% zu­rück. Da­bei schrumpf­te ins­be­son­de­re der Woh­nungs­bau mit –13,7% mar­kant. Der Rück­gang al­ler­dings darf nicht dra­ma­ti­siert wer­den, er ent­spricht eher ei­ner Nor­ma­li­sie­rung auf ho­hem Ni­veau als ei­nem Kri­sen­zei­chen. Im Jahr 2013 sind in der Schweiz gut 50 000 Woh­nun­gen neu er­stellt wor­den – die höchs­te Zahl seit fast dreis­sig Jah­ren. Die Ab­schwä­chung war im We­sent­li­chen auf ge­wis­se vor­über­ge­hen­de Sät­ti­gungs­ten­den­zen zu­rück­zu­füh­ren.

Um­ge­kehrt bleibt das Um­feld je­doch gut, die Zin­sen ver­har­ren auf ei­nem re­kord­tie­fen Ni­veau, Be­völ­ke­rung und Wirt­schaft wach­sen lang­sam wei­ter. Ge­mäss dem Bau­in­dex Schweiz hat der Woh­nungs­bau im ers­ten Quar­tal wie­der leicht an­ge­zo­gen. Mit dem er­war­te­ten Neu­bau von rund 45 000 Woh­nun­gen 2016 wird der lang­fris­ti­ge Schnitt im­mer noch über­trof­fen. Ne­ga­ti­ve Si­gna­le kom­men, nach der Um­set­zung der ent­spre­chen­den Volks­in­itia­ti­ve, le­dig­lich aus den tou­ris­ti­schen Zweit­woh­nungs­re­gio­nen.

Auch wenn sich die Dy­na­mik der Bau­tä­tig­keit im Ver­gleich zu den Vor­jah­ren et­was ab­schwächt, ist vor­erst nicht mit ei­nem Ein­bruch zu rech­nen. Dar­auf deu­tet der Auf­trags­ein­gang hin, der sich ge­mäss den An­ga­ben des Schwei­ze­ri­schen Bau­meis­ter­ver­bands im vier­ten Quar­tal 2015 sta­bi­li­siert hat. Der Ar­beits­vor­rat lag En­de 2015 gar et­was hö­her als vor Jah­res­frist (+2,6%). Das ge­sam­te Bau­vo­lu­men dürf­te sich 2016 et­wa auf dem Ni­veau des Vor­jah­res ein­pen­deln.

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