Nid­wald­ner KB und AKEB

Finanz und Wirtschaft - - OBLIGATIONEN - OB­LI­GA­TIO­NEN SCHWEIZ MAN­FRED KRÖL­LER

Moo­dy’s senkt den Aus­blick für La­far­geHol­cim, die Pfand­brief­zen­tra­le emit­tiert we­ni­ger.

Be­glei­tet von der Zürcher Kan­to­nal­bank (ZKB) und in Ei­gen­re­gie kam am Mittwoch ¼% Nid­wald­ner Kan­to­nal­bank 2016/2026 über 100 Mio. Fr. Der Bond wur­de zu ei­nem Ren­di­te­auf­schlag (Spre­ad) von 24 Ba­sis­punk­ten (Bp) über Swap ge­preist.

UBS, ZKB und Cre­dit Suis­se (CS) brach­ten 15⁄ AG für Kern­ener­gieBe­tei­li­gun­gen Lu­zern 2016/2023 über 170 Mio. Fr. Der Spre­ad be­trug 185 Bp über Swap. Im Ju­ni wird ei­ne An­lei­he der AKEB über 85 Mio. Fr. fäl­lig. Be­tei­li­gun­gen an den Kern­kraft­wer­ken Bu­gey, Cat- te­nom und Leib­stadt er­lau­ben der AKEB ei­nen Strom­be­zug von 5 000 GWh im Jahr.

Moo­dy’s hat den Aus­blick für La­far­geHol­cim (Baa2) von sta­bil auf ne­ga­tiv ge­senkt, vor al­lem, weil das ope­ra­ti­ve Ge­schäft 2015 schwä­cher war als er­war­tet. Das Schwei­zer An­la­ge­um­feld bleibt her­aus­for­dernd. Zu den tie­fen Zin­sen kom­me seit An­fang 2015 ei­ne er­höh­te Ak­ti­en­vo­la­ti­li­tät. Par­al­lel näh­men Emis­si­ons­tä­tig­keit und -vo­lu­men am Fran­ken­ka­pi­tal­markt ab, stellt die Neue Hel­ve­ti­sche Bank (NHB) fest. Zwar be­fän­den sich die Zin­sen seit 2008 in der Schweiz, in der EU und den USA, ge­ne­rell «im Rück­wärts­gang». Die Ent­wick­lung in den USA ha­be sich aber zu­neh­mend von der der Schweiz und der EU ge­löst. Die Fran­ken-Cre­dit-Spreads für Best­no­ten AAA und AA sind ge­mäss NHB seit Jah­ren sehr sta­bil. «So­lan­ge sich die Zin­sen im ne­ga­ti­ven Be­reich be­fin­den, las­sen sich in die­sem Seg­ment für Pri­vat­an­le­ger kaum ver­nünf­ti­ge Ren­di­ten er­zie­len», ar­gu­men­tiert die Bank. Im Be­reich A und BBB ge­be es seit Mit­te 2015 ei­nen leich­ten Spre­a­dAn­stieg. An­lei­hen von BBB bis BB kön­nen laut NHB noch at­trak­tiv sein. Al­ler­dings sei bei der Se­lek­ti­on we­gen wach­sen­der Un­si­cher- heit mehr Vor­sicht ge­bo­ten. In der Bo­ni­täts­klas­se BBB lä­gen die Cre­dit Spreads zwi­schen 50 und gut 200 Bp, in Son­der­fäl­len auch «deut­lich hö­her». Im BB-Seg­ment mit Spreads von 150 bis 300 Bp sei das Uni­ver­sum am brei­tes­ten, von Welt­kon­zer­nen (Ar­celor Mit­tal, Hei­del­berg Ce­ment) über ty­pi­sche In­län­der (Au­to­ne­um und Rie­ter) bis hin zu klei­ne­ren Aus­län­dern.

Die Pfand­brief­zen­tra­le der schwei­ze­ri­schen Kan­to­nal­ban­ken hat 2015 we­ni­ger emit­tiert: 7,6 Mrd. Fr. nach 8,2 Mrd. Fr. 2014. Ge­tilgt wur­den 3 Mrd, teilt die Pfz mit. Der Be­stand stieg um 12% auf 42,9 Mrd. 2016 wer­den An­lei­hen über 3,5 Mrd. Fr. fäl­lig. Das KofKon­junk­tur­ba­ro­me­ter ist im April leicht auf 102,7 ge­sun­ken, bleibt aber über dem lang­jäh­ri­gen Durch­schnitt. Das deu­te auf ei­ne po­si­ti­ve Kon­junk­tur in den nächs­ten Mo­na­ten hin, teilt die Kof mit.

Der neue Ifo-Prä­si­dent Cle­mens Fu­est schlägt zur Be­wäl­ti­gung der Eu­ro­schul­den­kri­se neue Emis­si­ons­re­geln vor: Ab ei­ner Neu­ver­schul­dung von 0,5% des BIP soll­ten die Staa­ten nur noch nach­ran­gi­ge An­lei­hen aus­ge­ben kön­nen. Wenn die Staats­schul­den­quo­te 120% über­schrei­te, sol­len die Zins­zah­lun­gen aus­fal­len und die An­lei­hen ver­län­gert wer­den, bis die Schwel­le wie­der un­ter­schrit­ten wird. «Wenn ein Land ein ESM-Pro­gramm be­an­sprucht, fal­len die An­lei­hen ganz aus. Dies führt da­zu, dass die Gläu­bi­ger stär­ker haf­ten und nicht die Steu­er­zah­ler, auch nicht in an­de­ren Län­dern», ar­gu­men­tiert Fu­est.

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