US-No­ten­bank hält den Kurs

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App­le lei­det un­ter sin­ken­den iPho­ne-Ver­käu­fen. Ama­zon kann die Er­war­tun­gen über­tref­fen.

Der Dow Jo­nes In­dus­tri­al sank um 1,2%. Der S&P 500 ver­lor 0,9% und der Nas­daq Com­po­si­te 1,2%.

Schluss­licht des Ta­ges war App­le (94.83 $ am Don­ners­tag, –10,5% im Wo­chen­ver­gleich). Die Ak­ti­en des IT-Kon­zerns bra­chen be­reits am Di­ens­tag nach­börs­lich mehr als 8% ein, nach­dem App­le die Zah­len des letz­ten Quar­tals ver­öf­fent­licht hat­te. Am Don­ners­tag dann ver­riet Sta­r­in­ves­tor Carl Icahn ei­nem Fern­seh­sen­der, er hät­te sei­ne Ak­ti­en we­gen ge­stie­ge­ner Ri­si­ken ver­kauft – dar­auf­hin ver­lo­ren die Va­lo­ren wei­te­re 3,1%. Der Um­satz von App­le sank im letz­ten Quar­tal 13%, der Ge­winn gar 22%. Schuld dar­an ist ein Rück­gang beim Ver­kauf des iPho­ne. Das ist für App­le be­son­ders bit­ter, da das iPho­ne für 65% der Ein­nah­men ver­ant­wort­lich ist. Aber auch bei iPads und Com­pu­tern ist der Ver­kauf rück­läu­fig. Grund da­für ist un­ter an­de­rem die schwie­ri­ge Markt­si­tua­ti­on in Chi­na. Das Land zählt für App­le nach den Ver­ei­nig­ten Staa­ten zum wich­tigs­ten Ab­satz­markt.

Er­freu­li­cher se­hen die Zah­len von Face­book (116.73 $, +2,9%) aus. Der So­ci­al-Me­dia-An­bie­ter fuhr letz­tes Quar­tal ei­nen Ge­winn von 1,5 Mrd. $ ein, kapp drei­mal so viel wie letz­tes Jahr. Der Um­satz stieg 52%. Der Zu­wachs ist vor al­lem den ge­stie­ge­nen Er­lö­sen aus Wer­be­an­zei­gen zu ver­dan­ken. Wer­bung macht 97% der Ein­nah­me­quel­len von Face­book aus.

Kon­junk­tur­da­ten für das ers­te Quar­tal, wel­che am Don­ners­tag vom Han­dels­mi­nis­te­ri­um pu­bli­ziert wur­den, zei­gen ein trü­bes Bild für die US-Wirtschaft. Das Brut­to­in­land­pro­dukt (BIP) wuchs hoch­ge­rech­net aufs Jahr le­dig­lich 0,5%. Am En­de des ver­gan­ge­nen Jah­res wa­ren es noch 1,4%. Auch die Kon­su­men­ten­lau­ne hat sich ver­schlech­tert. Vie­le ame­ri­ka­ni­sche Bür­ger spa­ren lie­ber, als ihr Geld aus­zu­ge­ben. Die Pro­ble­me lie­gen vor al­lem beim In­dus­trie­sek­tor und den Ener­gie­kon­zer­nen, wel­che un­ter dem tie­fen Öl­preis lei­den.

Auch am Frei­tag be­weg­ten sich Dow Jo­nes, S&P 500 und Nas­daq al­le­samt im ne­ga­ti­ven Be­reich. Der Öl­preis sank eben­falls. Ein Fass der Sor­te WTI wur­de zu ei­nem Preis von et­wa 45.80 $ pro Fass ge­han­delt.

Eben­falls ein gu­tes Quar­tal hat Ama­zon (602 $, –4,6%) hin­ter sich. Der On­line-Ver­sand­händ­ler über­traf die Er­war­tun­gen der Ana­lys­ten deut­lich. Der Um­satz stieg 28% auf 29,1 Mrd. $. Die An­le­ger re­agier­ten ent­spre­chend auf das Er­geb­nis: Die Ak­ti­en ge­wan­nen am Frei­tag zeit­wei­se über 9%. Um­satz­zu­wachs gab es vor­wie­gend beim Cloud-Com­pu­ting und bei ei­ge­nen Pro­duk­ten wie Fi­re-Ta­blets und Echo-Laut­spre­chern.

Exxon Mo­bil (88.03 $, +1,4%) hat we­gen des Öl­preis­ver­falls in der letz­ten Abrech­nungs­pe­ri­ode ei­nen Ge­winn­ein­bruch von 63% er­lit­ten. Trotz die­ses schlech­ten Er­geb­nis­ses hat der Roh­stoff­kon­zern die Er­war­tun­gen über­trof­fen. Am Frei­tag leg­ten die Ak­ti­en zu. Wie die gan­ze Öl­bran­che steht Exxon un­ter star­kem Druck. Am Di­ens­tag wur­de die Bo­ni­tät des Kon­zerns von der Ra­ting­agen­tur Stan­dard & Poor’s von AAA auf AA+ her­un­ter­ge­stuft. Be­grün­det wur­de dies mit der stei­gen­den Über­schul­dung von Exxon.

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