War­um Gold wei­ter at­trak­tiv bleibt

Finanz und Wirtschaft - - ROHSTOFFE/DERIVATIVE INSTRUMENTE - ANDRE­AS MAAG

Mit ei­nem schö­nen Vor­sprung auf an­de­re An­la­ge­klas­sen und gu­ter Aus­dau­er nimmt Gold den End­spurt für die­ses Jahr in An­griff. Die letz­ten Hür­den sind nicht mehr hoch, da ei­ne Zins­er­hö­hung im De­zem­ber we­ni­ger Staub auf­wir­beln soll­te als im letz­ten Jahr, als von min­des­tens drei Zins­er­hö­hun­gen für 2016 die Re­de war. Die US-Prä­si­dent­schafts­wah­len wür­den sich wohl nur ne­ga­tiv für Gold aus­wir­ken, wenn die De­mo­kra­ten ei­nen Dop­pel­er­folg er­rei­chen wür­den – al­so auch das Re­prä­sen­tan­ten­haus ge­win­nen könn­ten.

Ei­ne lo­cker blei­ben­de glo­ba­le Geld­po­li­tik und ei­ne stei­gen­de In­fla­ti­on soll­ten An­le­ger mo­ti­vie­ren, sich mit phy­si­schem Gold ge­gen das Un­ge­wis­se ab­zu­si­chern. Tie­fe Re­al­zin­sen – al­so Ren­di­ten nach Ab­zug der In­fla­ti­on – hal­ten den Zins­ver­lust klein. Das macht es An­la­ge­chefs von Un­ter­neh­men und Pen­si­ons­kas­sen ein­fa­cher, ei­nen klei­nen Teil des Port­fo­li­os in Gold zu di­ver­si­fi­zie­ren. Die spe­ku­la­ti­ven Long-Po­si­tio­nen an den Terminbörsen wur­den we­gen der be­vor­ste­hen­den Zins­er­hö­hung ab­ge­baut. Das hat Gold zu ei­ner ge­sun­den Kor­rek­tur ver­hol­fen. Tie­fe­re Prei­se ha­ben Käu­fer von phy­si­schem Gold in In­di­en und Chi­na ani­miert, sich mit Gold ein­zu­de­cken. Die Im­por­te in die­se Län­der soll­ten im vier­ten Quar­tal zu­neh­men. Phy­si­sche Käu­fe hal­fen dem Gold­preis im Ok­to­ber, ei­nen Bo­den zu fin­den. Wei­te­re klei­ne Kor­rek­tu­ren soll­ten zu­sätz­li­che Käu­fer an­zie­hen, nach­dem Gold den dies­jäh­ri­gen Preis­an­stieg gut ver­tei­di­gen konn­te.

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