565 Mio. Fr. für Pfand­brief­bank

Finanz und Wirtschaft - - OBLIGATIONEN - OB­LI­GA­TIO­NEN SCHWEIZ MAN­FRED KRÖLLER

Die sechs­jäh­ri­ge Pfand­brief-Tran­che hat ei­ne ne­ga­ti­ve Ren­di­te.

Die ers­ten Trans­ak­tio­nen im neu­en Mo­nat plat­zier­te un­ter Fe­der­füh­rung von Cre­dit Suis­se (CS), UBS und Raiff­ei­sen am Di­ens­tag die Pfand­brief­bank schwei­ze­ri­scher Hy­po­the­ka­rin­sti­tu­te mit der Neu­emis­si­on 0% Pfand­brief­an­lei­he Se­rie 642, 2016/2022 über 300 Mio. Fr. und der Auf­sto­ckung von Pfand­brief­an­lei­he Se­rie 621 2015/2029 um 265 Mio. Fr. auf 759 Mio. Für die 2022 rück­zahl­ba­re Tran­che er­gab sich bei ei­nem Aus­ga­be­preis von 101,372% ei­ne Ren­di­te von –0,26%. Die län­ge­re Fäl­lig­keit kommt bei ei­nem Aus­ga­be­preis von 104,415% auf ei­ne po­si­ti­ve Mi­ni­ren­di­te von 0,145%. An Ren­di­te­auf­schlä­gen (Spreads) wur­den 17,4 bzw. 9 Ba­sis­punk­te (Bp) über Swap-Mit­te ge­zahlt.

An drei­mo­na­ti­gen Geld­markt­buch­for­de­run­gen (GMBF) wur­den am Di­ens­tag 367,2 Mio. Fr. zu­ge­teilt. Es gab nach Mit­tei­lung der Schwei­ze­ri­schen Na­tio­nal­bank Ge­bo­te über 1,818 Mrd. Fr. Die Ren­di­te fiel auf –1,12% nach –1,116% in der Vor­wo­che.

Im Ok­to­ber hat sich das Ge­schäft am Pri­mär­markt leicht be­lebt. Es wur­den neue An­lei­hen über gut 5,3 Mrd. Fr. emit­tiert. Das wa­ren so­wohl mehr als im Sep­tem­ber (4,66 Mrd.) als auch im Ok­to­ber des Vor­jah­res (4,12 Mrd. Fr.). In­län­di­sche Schuld­ner plat­zier­ten im ab­ge­lau­fe­nen Mo­nat Ob­li­ga­tio­nen über rund 3,58 Mrd. Fr. nach rund 3 Mrd. im Sep­tem­ber und knapp 3,1 Mrd. im Ok­to­ber 2015. Im Aus­land­seg­ment ka­men im Be­richts­mo­nat Neu­emis­sio­nen über 1,73 Mrd. Fr. an den Markt, im Ver­gleich zu 1,63 Mrd. im Vor­mo­nat und 1,05 Mrd. vor Jah­res­frist. In den ers­ten zehn Mo­na­ten bleibt das Pri­mär­markt-Vo­lu­men mit 47,4 Mrd. Fr. noch deut­lich hin­ter der Vor­jah­res­ver­gleichs­zahl (53,6 Mrd.) zu­rück. In­län­di­sche Schuld- ner plat­zier­ten von Ja­nu­ar bis Ok­to­ber im lau­fen­den Jahr Ob­li­ga­tio­nen über 33,3 Mrd. Fr. ( Vor­jahr: 36,8 Mrd.), aus­län­di­sche Emit­ten­ten ka­men auf nur noch 14,1 Mrd. Fr. nach 16,8 Mrd. vor Jah­res­frist.

Der Um­satz des Schwei­zer De­tail­han­dels ist im Sep­tem­ber 2016 im Ver­gleich zum Vor­jahr no­mi­nal 2,7% ge­fal­len, teilt das Bun­des­amt für Sta­tis­tik (BfS) an­hand vor­läu­fi­ger Da­ten mit. Der Rück­gang sei seit Ja­nu­ar 2015 un­ge­bro­chen. Sai­son­be­rei­nigt sank der no­mi­na­le De­tail­han­dels­um­satz ge­gen­über Au­gust um 0,1%.

Im Ok­to­ber stieg der Purcha­sing Ma­na­gers In­dex (PMI) von Pro­cu­re.ch in der Schweiz um 1,6 auf 54,7 Punk­te. Da­mit liegt er den elf­ten Mo­nat in Fol­ge über der Wachs­tums­schwel­le von 50. Al­lein die PMI-Sub­kom­po­nen­te Pro­duk­ti­on klet­ter­te 5,4 auf 58,2 Zäh­ler. Ein sol­cher Wert sei «bis­her über län­ge­re Zeit nur wäh­rend Boom­pha­sen der In­dus­trie er­reicht wor­den», kom­men­tiert die CS.

Gleich­zei­tig sin­ken­de La­ger­be­stän­de und zu­neh­men­de Lie­fer­fris­ten lies­sen dar­auf schlies­sen, dass die Nach­fra­ge über­ra­schend hoch aus­ge­fal­len ist. Ent­spre­chend sei die Ein­kaufs­men­ge er­höht wor­den, ob­wohl die Prei­se erst­mals seit De­zem­ber 2013 wie­der ge­stie­gen sind. Hö­he­re Auf­trags­be­stän­de las­sen ge­mäss CS künf­tig Pro­duk­ti­ons­stei­ge­run­gen er­war­ten. Erst­mals seit Ju­ni wur­de der Per­so­nal­be­stand nicht ver­rin­gert, die PMI-Sub­kom­po­nen­te Be­schäf­ti­gung liegt mit 50,2 «qua­si auf der Wachs­tums­schwel­le».

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