Be­wer­tun­gen sta­bi­li­siert

Finanz und Wirtschaft - - OBLIGATIONEN - LUC VARENNE,

Die Per­for­mance eu­ro­päi­scher Wan­del­an­lei­hen hat sich in den ver­gan­ge­nen drei Mo­na­ten un­ter Be­rück­sich­ti­gung ih­rer Sen­si­ti­vi­tät deut­lich stär­ker im Ein­klang mit Ak­ti­en be­wegt als in den ers­ten sieben Mo­na­ten des Jah­res. Ver­deut­li­chen soll dies ein Ver­gleich des UBS Thom­son Reu­ters Eu­ro­pe Fo­cus Hed­ged Con­ver­ti­ble Bond In­dex mit ei­ner Stra­te­gie aus 30% Eu­ro Sto­xx 50 und 70% Bar­clays Eu­roAgg Cor­po­ra­te In­dex mit ver­gleich­ba­rer Sen­si­ti­vi­tät. In den ers­ten sieben Mo­na­ten ver­lo­ren Wan­del­an­lei­hen 2,8%, die Kom­bis­tra­te­gie leg­te um 1,5% zu. Von En­de Ju­li bis En­de Ok­to­ber er­ziel­ten bei­de An­sät­ze ein Plus von 0,6 bzw. 0,5%.

Für ei­ne fai­re Ver­gleichs­ba­sis muss der Ein­fluss der Zins­sen­si­ti­vi­tät her­aus­ge­rech­net wer­den, die in un­se­rem An­lei­he­in­dex hö­her lag (5,4) als im Wan­del­an­lei­hen­in­dex (2,9). Glei­ches gilt für die im Ver­gleich hö­he­re Ak­ti­en­sen­si­ti­vi­tät bei Ban­ken im Eu­ro Sto­xx 50 (13%), die im Wan­del­an­lei­hen­in­dex nur sehr be­grenzt war.

Trägt man die­sen zwei Fak­to­ren Rech­nung, la­gen Wan­del­an­lei­hen in den ers­ten sieben Mo­na­ten rund 3 Punk­te zu­rück, ent­wi­ckel­ten sich seit En­de Ju­li aber leicht über­durch­schnitt­lich. Da­hin­ter stan­den zum ti­tel­spe­zi­fi­sche Ri­si­ken (wie der Ein­bruch der Wan­del­an­lei­he von Aa­bar An­fang des Jah­res) und all­ge­mei­ne Be­wer­tungs­trends.

Als ein­fa­cher Be­wer­tungs­in­di­ka­tor kann bei an­sons­ten glei­chen Be­din­gun­gen (un­ter Her­aus­rech­nung von Zins-, Ak­ti­en- und Kre­dit­spre­ad-Be­we­gun­gen) die im­pli­zi­te Vo­la­ti­li­tät her­an­ge­zo­gen wer­den. In un­se­rem Wan­del­an­lei­hen­in­dex ist sie in den ers­ten sieben Mo­na­ten 5,7 Punk­te ge­fal­len, mach­te dann 3,3 gut (bleibt aber mit 30,9 un­ter dem Zehn­jah­res­durch­schnitt von 32,4).

Der jüngs­te An­stieg kam zu­stan­de, ob­wohl Wan­del­an­lei­hen­fonds ei­nen Net­to­mit­tel­ab­fluss ver­zeich­ne­ten (rund 2 Mrd. € in den ver­gan­ge­nen drei Mo­na­ten, nach be­reits 8 Mrd. € seit Ja­nu­ar) und deut­lich mehr Emissionen neu be­ge­ben wur­den (5,4 Mrd. €), als fäl­li­ge An­lei­hen zu­rück­ge­zahlt wur­den (1,3 Mrd. €). Die Til­gun­gen wer­den wei­ter zu­neh­men. So wer­den bis Fe­bru­ar 2017 Wan­del­an­lei­hen über 5,1 Mrd. € zur Rück­zah­lung fäl­lig. Das dürf­te die Be­wer­tun­gen wei­ter un­ter­stüt­zen.

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