Wall­s­treet fo­kus­siert auf US-Wah­len

Finanz und Wirtschaft - - AKTIEN AUSLAND - CG

Ak­ti­en aus dem Ge­sund­heits­sek­tor büs­sen Ter­rain ein. GE setzt auf ein Come­back der Öl­in­dus­trie.

vier Wo­chen Va­lo­ren aus dem Ge­sund­heits­sek­tor ab. Vor al­lem Bio­tech-Wer­te wie Am­gen (–15%), Gi­lead Sci­en­ces (–7%), Re­ge­ne­ron Phar­maceu­ti­cals (–14%) und Bio­gen (–10%) er­lit­ten schwe­re Ein­bus­sen. Auch die Ti­tel gros­ser Phar­ma­kon­zer­ne wie Pfi­zer (–6%), Merck (–6%) und Ab­bVie (–11%) ga­ben nach.

Bes­ser lief es im Fi­nanz­sek­tor, wo die Kur­se im Jah­res­ver­lauf am wei­tes­ten hin­ter­her­ge­hinkt wa­ren. Spe­zi­ell die Ak­ti­en der In­vest­ment­bank Gold­man Sachs (+11%) schwan­gen im Ok­to­ber oben aus. Mit­ver­ant­wort­lich da­für war ein Quar­tals­er­geb­nis im Bond­han­del, das bes­ser als er­war­tet aus­ge­fal­len war. In die­sem Be­reich pro­fi­tier­ten auch Kon­kur­ren­ten wie Mor­gan St­an­ley (+5%), J. P. Mor­gan Cha­se (+5%), Bank of Ame­ri­ca (+5%) und Ci­ti­group (+4%) von ei­ner Er­ho­lung. Die gröss­te Avan­ce ver­bucht aber mit +27% der On­li­ne­vi­deo­dienst Net­flix, der mit ra­san­tem Kun­den­wachs­tum ver­blüfft.

Ins­ge­samt sind ame­ri­ka­ni­sche Ak­ti­en seit An­fang Jahr 4% avan­ciert. Wie es an den Bör­sen in New York in den nächs­ten Wo­chen wei­ter­geht, hängt von drei Schlüs­sel­fak­to­ren ab. Da­zu zählt die Geld­po­li­tik der US-No­ten­bank, die am Mitt­woch ih­ren Zins­ent­scheid fällt. Ei­ne Straf­fung gilt zwar als so gut wie aus­ge­schlos­sen. Die Wäh­rungs­hü­ter dürf­ten aber deut­lich ma­chen, dass sie bis En­de Jahr ei­nen Zins­schritt an­vi­sie­ren.

Das zwei­te Schlüs­sel­ele­ment ist der Öl­markt. Dort sind zu Wo­chen­be­ginn neue Zwei­fel auf­ge­kom­men, dass das OpecKar­tell mit För­der­kür­zun­gen Ernst macht. Die No­tie­rung für ein Fass der US-Re­fe­renz­sor­te WTI gab am Mon­tag fast 4% auf 46.86 $ nach, wo­mit sie den schwächs­ten Han­dels­tag seit En­de Sep­tem­ber ver­zeich­ne­te.

Ei­ne zen­tra­le Rol­le wer­den schliess­lich die Prä­si­dent­schafts­wah­len spie­len. We­ni­ger als ei­ne Wo­che vor dem Ent­scheid sieht es nach wie vor nach ei­nem kla­ren Sieg für Hil­la­ry Cl­in­ton aus, ob- wohl das FBI ih­re E-Mail-Af­fä­re noch­mals un­ter die Lu­pe nimmt. Auch wenn Do­nald Trump in den letz­ten Ta­gen et­was auf­ge­holt hat, misst der Pro­gno­se­dienst Fi­veThir­ty­Eight Cl­in­ton ei­ne Chan­ce von 75% zu. Die Aus­sich­ten der De­mo­kra­ten, am 8. No­vem­ber so­gar die Kon­trol­le über den Kon­gress zu über­neh­men, sind hin­ge­gen mi­nim. Die Macht­ver­tei­lung in Wa­shing­ton dürf­te da­mit ge­spal­ten blei­ben, was für die Bör­se his­to­risch ge­se­hen gu­te Vor­aus­set­zun­gen sind.

In Sa­chen Ein­zel­nach­rich­ten stand der Gross­de­al im Zen­trum, mit dem Ge­ne­ral Electric (29.10 $ am Mon­tag, +1,6% seit Don­ners­tag) das Ener­gie­ge­schäft mit Ba­ker Hug­hes (55.40 $, +1,6%) zu­sam­men­le­gen will. Die Trans­ak­ti­on sieht vor, dass GE die Ak­ti­vi­tä­ten im Öl- und Gas­be­reich in die Part­ner­schaft ein­bringt so­wie 7,4 Mrd. $ Son­der­di­vi­den­de zahlt. Ak­tio­nä­re von Ba­ker Hug­hes er­hal­ten da­mit ei­ne Bar­aus­schüt­tung von 17.50 $ pro Ti­tel. Sie wer­den am neu­en Un­ter­neh­men 37,5% be­sit­zen, wäh­rend GE 62,5% kon­trol­liert. Mit der Trans­ak­ti­on wird ein Kon­zern ge­schaf­fen, der auf Au­gen­hö­he mit den Kon­kur­ren­ten Schlum­ber­ger (78.23 $, –1,7%) und Hal­li­bur­ton (46 $, –3,3%) steht.

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