Ei­ne Bank für Mil­li­ar­dä­re

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Mehr als die Hälf­te der Mil­li­ar­dä­re welt­weit und drei von fünf Mil­li­ar­dä­ren in Asi­en sind UBS-Kun­den. Die Gel­der der Schwer­rei­chen ha­ben die Bank ver­än­dert: ih­re Kul­tur, ihr Pro­dukt­an­ge­bot und ih­re Ri­si­ken. Ein deut­scher Zahn­arzt ist et­was an­de­res als ein asia­ti­scher Self-Ma­deMil­li­ar­där. Das Cross­bor­der­ge­schäft mit dem deut­schen Mit­tel­ständ­ler gibt es nicht mehr. Statt mit steu­er­recht­li­chen Ri­si­ken ist die Bank heu­te mit zi­vil- und straf­recht­li­chen Ri­si­ken kon­fron­tiert, mit Fra­gen rund um Geld­wä­sche­rei, Kor­rup­ti­on und po­li­ti­schen Un­wäg­bar­kei­ten. Be­son­de­re Vor­sicht gilt vor al­lem, aber nicht nur, bei Su­per­rei­chen aus Schwel­len­län­dern.

Als Ul­tra High Net Worth In­di­vi­du­als (UHNWI) gel­ten ge­ne­rell Per­so­nen mit ei­nem in­ves­tier­ba­ren Ver­mö­gen von mehr als 50 Mio. Fr. En­de ver­gan­ge­nen Jah­res tru­gen Kun­den, die mehr als 10 Mio. Fr. bei der UBS par­kiert hat­ten, 62% zu den ver­wal­te­ten Ver­mö­gen (In­vested As­sets) im We­alth Ma­nage­ment der Bank bei. Das wa­ren 587 Mrd. Fr. Vom Net­to­neu­geld der Di­vi­si­on (9,4 Mrd. im drit­ten Quar­tal 2016) stamm­ten 6,6 Mrd. Fr. von UHNWI. 821 der ge­gen 4000 Kun­den­be­ra­ter be­fas­sen sich aus­schliess­lich mit die­ser Kli­en­tel. Sie sind für UBS ein Wachs­tums­trei­ber. UHNWI, be­zie­hungs­wei­se ih­re Ver­tre­ter, funk­tio­nie­ren wie pro­fes­sio­nel­le in­sti­tu­tio­nel­le An­le­ger. Sie zahl­ten zu­letzt für die Bank­dienst­leis­tun­gen nicht 76 Ba­sis­punk­te vom Ver­mö­gen jähr­lich (die durch­schnitt­li­che Brut­to­mar­ge der Di­vi­si­on WM, vgl. Gra­fik 4), son­dern nur 52. Die Ero­si­on der Brut­to­mar­ge hat al­so auch mit dem Er­folg der Bank bei der su­per­rei­chen Kund­schaft zu tun. De­ren Net­to­pro­fi­ta­bi­li­tät (ge­mes­sen an der Net­to­mar­ge) sei dem­ge­gen­über über­durch­schnitt­lich hoch, be­to­nen UBS-Ver­ant­wort­li­che, oh­ne ge­naue Wer­te zu nen­nen.

«Un­se­re glo­ba­le Aus­rich­tung spielt ei­ne im­mer wich­ti­ge­re Rol­le», be­stä­tigt Jürg Zelt­ner, der Lei­ter We­alth Ma­nage­ment der UBS. Ul­tra­wohl­ha­ben­de Per­so­nen ha­ben in der Ten­denz ihr Ver­mö­gen welt­weit di­ver­si­fi­ziert – ver­schie­de­ne Län­der, Wäh­rungs­räu­me, Ban­ken. Kom­ple­xe fi­nan­zi­el­le und fa­mi­liä­re Struk­tu­ren sind häu­fig. Die UBS mit ih­rem glo­ba­len An­spruch kann bei den Su­per­rei­chen of­fen­bar punk­ten, bei­spiels­wei­se weil sie über glo­ba­le Ab­wick­lungs­ka­pa­zi­tä­ten für Ak­ti­en, Ob­li­ga­tio­nen, Edel­me­tal­le und De­vi­sen ver­fügt. Die UHNWI sind auch ein wich­ti­ger Grund, wes­halb die UBS wei­ter­hin ei­ne In­vest­ment­bank be­treibt. Das Durch­schnitts­ver­mö­gen ei­nes Mil­li­ar­därs sank 2015 von 4 auf 3,7 Mrd. $, heisst es im UBS/PWC «Bil­lio­nai­res Re­port». In den USA gab es nur fünf neue Mil­li­ar­dä­re, wäh­rend Asi­en trotz der Ver­lang­sa­mung des Wirt­schafts­wachs­tums je­den drit­ten Tag ei­nen neu­en Mil­li­ar­där her­vor­brach­te. Sie stam­men haupt­säch­lich aus Chi­na. Man geht da­von aus, dass die Po­pu­la­ti­on und die Ver­mö­gen der Ul­t­ra­rei­chen schnel­ler wach­sen wer­den als die der an­de­ren Men­schen. Stra­te­gisch macht der Fo­kus auf Su­per­rei­che so­mit Sinn. «Wir sind be­strebt, un­se­re markt­füh­ren­de Stel­lung im Ul­tra-High-Ne­tWorth-Ge­schäft noch bes­ser zu nut­zen und un­se­ren An­teil an die­sem wachs­tums­star­ken Seg­ment stark zu er­hö­hen», heisst es im letz­ten UBS-Jah­res­be­richt. Al­le Fi­nanz­da­ten zu UBS im On­li­ne-Ak­ti­en­füh­rer: www.fuw.ch/UBSG

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