Öl­preis sinkt vor Prä­si­dent­schafts­wahl

Finanz und Wirtschaft - - ROHSTOFFE/DERIVATIVE INSTRUMENTE - CHRIS­TOPH BURK­HAL­TER

Nach ei­nem Jah­res­hoch et­was ober­halb der Mar­ke von 50 $ pro Fass hat beim Roh­öl ei­ne Pha­se der Ge­winn­mit­nah­men ein­ge­setzt. Die Kor­rek­tur ist deut­lich, stellt bis­her je­doch kei­ne Be­dro­hung für den Auf­schwung seit Fe­bru­ar dar. Dass das Öl­kar­tell Opec letz­tes Wo­che­n­en­de kei­nen Er­folg bei den Ver­hand­lun­gen zur Sen­kung der För­de­rung ver­mel­det hat, ist schon fast be­schä­mend. Doch die Mel­dung hat nicht über­ra­schen dür­fen. Die Opec liess al­ler­dings ver­lau­ten, dass man op­ti­mis­tisch sei, sich be­reits beim nächs­ten Mee­ting En­de No­vem­ber zu ei­ni­gen.

Die Schwäch­pha­se fin­det im Um­feld ei­nes zu­neh­mend un­ru­hi­gen US-Ak­ti­en­mark­tes vor der Prä­si­den­ten­wahl des Lan­des vom kom­men­den Di­ens­tag statt – ei­ner Schlamm­schlacht üb­ri­gens, die über die Qua­li­tät der Spit­zen­po­li­tik in den USA nach­den­ken lässt. Un­ty­pisch ist da­bei ein Fi­nanz­markt, der den Sieg ei­ner De­mo­kra­ten­frau ei­nem wirt­schafts­ori­en­tier­ten Re­pu­bli­ka­ner­pol­te­rer vor­zu­zie­hen scheint. Händ­ler schät­zen Un­si­cher­hei­ten über­haupt nicht und be­ob­ach­ten folg­lich die letz­ten Skan­dal­mel­dun­gen und Ver­schleie­rungs­ver­su­che der bei­den In­ter­es­sen­grup­pen mit Un­be­ha­gen. Selbst die er­neut ver­zö­ger­te Leitzinserhöhung der US-No­ten­bank hilft we­nig. Die Roh­öl­prei­se sind für die kom­men­den Wo­chen der US-Po­li­tik aus­ge­setzt. Wer­den die Preis­rück­schlä­ge zu stark, kann aber auf In­ter­ven­tio­nen der be­trof­fe­nen Gross­pro­du­zen­ten ge­hofft wer­den.

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