MSC kommt neu an Bord

Finanz und Wirtschaft - - OBLIGATIONEN - OB­LI­GA­TIO­NEN SCHWEIZ MAN­FRED KRÖLLER

De­büt­an­lei­he der Gen­fer Ree­de­rei bie­tet 3% Ren­di­te, Kan­ton St. Gal­len be­gibt 200 Mio. Fr.

Aus ei­ner ver­gleichs­wei­se sel­te­nen Bran­che wur­de am Don­ners­tag das In­land­seg­ment um ei­nen neu­en Schuld­ner be­rei­chert. Cre­dit Suis­se (CS), Zürcher Kan­to­nal­bank (ZKB) und Gen­fer Kan­to­nal­bank (BCGE) plat­zier­ten als Fe­der­füh­rer die De­büt­an­lei­he 3% MSC Crui­ses 2016/2021 über 175 Mio. Fr. Die An­lei­he wur­de zu pa­ri aus­ge­ge­ben, bie­tet al­so 3% Ren­di­te. Der Ren­di­te­auf­schlag (Spre­ad) für die nicht ge­ra­te­te An­lei­he be­trug 345 Ba­sis­punk­te (Bp) über Swap-Mit­te. MSC Crui- ses ist die Kreuz­fahrt-Toch­ter der Gen­fer Ree­de­rei­grup­pe Me­di­ter­ra­ne­an Ship­ping Com­pa­ny. MSC ist nach ei­ge­nen An­ga­ben die zweit­gröss­te Con­tai­ner­ree­de­rei nach Mærsk und mit ih­ren von Nea­pel aus ope­rie­ren­den Töch­tern MSC Crui­ses und SNAV auch im Kreuz­fahrt- und Fähr­ge­schäft ak­tiv. MSC ist nicht bör­sen­no­tiert, son­dern zu 100% in Fa­mi­li­en­be­sitz.

Die Ree­de­rei wur­de 1970 in Brüs­sel von Gi­an­lu­i­gi Apon­te ge­grün­det, zählt nach ei­ge­nen An­ga­ben 60 000 Be­schäf­tig­te und weist ei­nen kon­so­li­dier­ten Grup­pen­um­satz von rund 25 Mrd. $ (2015) aus. MSC Crui­ses ist den An­ga­ben zu­fol­ge im Kreuz­fahrt­ge­schäft mit ei­nem Welt­markt­an­teil von 7,7% (ent­spre­chend 1,7 Mio. Pas­sa­gie­ren jähr­lich) die Num­mer vier hin­ter Car­ni­val (48,7%), Roy­al Ca­rib­be­an (24,3%) und NCL (9,9%). MSC Crui­ses setz­te 2015 gut 1,815 Mrd. € um nach 1,724 Mrd. 2014. An Net­to­ge­winn wer­den 217,1 Mio. € aus­ge­wie­sen nach 112,8 Mio. 2014.

Die zwölf Schif­fe um­fas­sen­de Kreuz­fahrt­flot­te ist mit ei­nem Durch­schnitts­al­ter von 7,6 Jah­ren nach ei­ge­nen An­ga­ben die jüngs­te der vier gros­sen Wett­be­wer­ber und soll stark aus­ge­baut wer­den, wie aus der Road­show-Prä­sen­ta- ti­on her­vor­geht. So sind sechs wei­te­re Schif­fe für je­weils 5100 bis 6300 Pas­sa­gie­re zum Stück­preis von rund 700 Mio. € fest ge­or­dert. Die Neu­bau­ten sol­len zwi­schen 2017 und 2021 aus­ge­lie­fert wer­den. Dar­über hin­aus wur­den zu­sätz­lich vier Char­ter­ver­ein­ba­run­gen (Slot Agree­ments) ge­trof­fen.

Un­ter Fe­der­füh­rung von ZKB, Bas­ler Kan­to­nal­bank und St. Gal­ler Kan­to­nal­bank (oh­ne Buch) kam eben­falls am Don­ners­tag 0,2% Kan­ton St. Gal­len 2016/2041 über 200 Mio. Fr. Der Aus­ga­be­preis be­trug 100,244%. Die 25-jäh­ri­ge An­lei­he er­ziel­te noch ei­ne leicht po­si­ti­ve Ren­di­te von 0,19%. Das Pa­pier wur­de mit 11,3 Bp Ab­schlag un­ter Swap-Mit­te ge­preist.

Der KOF-Ge­schäfts­la­ge­in­di­ka­tor der Schwei­zer Pri­vat­wirt­schaft ist im Ok­to­ber zum vier­ten Mal in Fol­ge ge­stie­gen, teilt die Kon­junk­tur­for­schungs­stel­le der ETH Zü­rich mit. Die Kon­junk­tur­er­ho­lung der zu­rück­lie­gen­den Som­mer­mo­na­te wer­de sich wohl fort­set­zen. Die Ge­schäfts­er­war­tun­gen für die nächs­ten sechs Mo­na­te sei­en op­ti­mis­ti­scher als noch zur Jah­res­mit­te.

Der Schwei­zer Ar­beits­markt kommt al­ler­dings nicht so recht in Schwung, schreibt KOF zum jüngs­ten Be­schäf­ti­gungs­in­di­ka­tor. Ne­ga­ti­ve Be­schäf­ti­gungs­aus­sich­ten in der In­dus­trie und bei den Ban­ken hät­ten den Auf­wärts­trend ge­stoppt. Der Be­schäf­ti­gungs­in­di­ka­tor liegt mit –3,7 jetzt leicht tie­fer als vor drei Mo­na­ten. Die er­hoff­te Trend­wen­de am Ar­beits­markt lässt auf sich war­ten.

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