Chi­na und In­di­en be­las­ten Gold­nach­fra­ge

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Das World Gold Coun­cil ( WGC) hat Da­ten zur welt­wei­ten Gold­nach­fra­ge im drit­ten Quar­tal 2016 ver­öf­fent­licht. Dem­nach wur­de im Som­mer­quar­tal 10% we­ni­ger Gold nach­ge­fragt als im Vor­jahr und mit le­dig­lich 993 Ton­nen so we­nig wie seit dem zwei­ten Quar­tal 2015 nicht mehr. Die Nach­fra­ge­schwä­che ver­teilt sich auf na­he­zu al­le Zwe­cke. Der Schmuck­be­darf ver­zeich­ne­te ei­nen Rück­gang um 21% auf das nied­rigs­te Ni­veau für ein drit­tes Quar­tal seit fünf Jah­ren. Ins­be­son­de­re in den bei­den wich­tigs­ten Kon­sum­län­dern für das Edel­me­tall – Chi­na und In­di­en – wur­de deut­lich we­ni­ger Gold­schmuck nach­ge­fragt als im Vor­jahr. Grund da­für wa­ren der hö­he­re Preis und die ab­neh­men­den Haus­halts­ein­kom­men. Dem stand ei­ne mit 44% deut­lich ge­stie­ge­ne In­vest­ment­nach­fra­ge ge­gen­über, die die Schwä­che beim Schmuck al­ler­dings nur teil­wei­se aus­glich. Die Gol­din­ves­ti­tio­nen wur­den da­bei stark von der Zu­nah­me bei bör­sen­ge­han­del­ten Gold­fonds (Ex­ch­an­ge Tra­ded Funds, ETF) ge­trie­ben. Die Zuflüs­se stie­gen das drit­te Quar­tal in Fol­ge.

Die Nach­fra­ge nach Mün­zen und Bar­ren fiel im drit­ten Quar­tal auf das tiefs­te Ni­veau seit An­fang 2009. Deut­lich schwä­cher ent­wi­ckel­te sich auch der Be­darf der Zen­tral­ban­ken, der sich im Vor­jah­res­ver­gleich hal­bier­te. Für das vier­te Quar­tal zeich­net sich ge­mäss WGC ei­ne Be­le­bung der Nach­fra­ge ab. Ins­be­son­de­re in In­di­en dürf­ten die Gold­schmuck­käu­fe an­zie­hen. Dar­auf deu­ten die kräf­tig ge­stie­ge­nen in­di­schen Gold­im­por­te im Ok­to­ber hin.

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