Nicht aus­ge­reizt

Finanz und Wirtschaft - - UNTERNEHMEN -

Mit ei­ner Ver­kaufs­emp­feh­lung und ei­nem Kurs­ziel von 60 € für Dürr steht Gold­man Sachs al­lein auf wei­ter Flur. Von 21 Ana­lys­ten, die den Ma­schi­nen- und An­la­gen­bau­er be­ob­ach­ten, emp­feh­len 17 den Kauf, mit Kurs­zie­len zwi­schen 84 und 106 €. Nur zwei ra­ten zum Hal­ten, zwei wei­te­re zum Ver­kauf. Gold­man Sachs be­grün­det die Ein­schät­zung mit der star­ken Per­for­mance der Ak­ti­en der letz­ten fünf Jah­re und mit der gros­sen Ab­hän­gig­keit von der Au­to­mo­bil­bran­che. Von da stam­men 60% des Um­sat­zes.

Frank Schwo­pe von der Nord LB nennt ein Kurs­ziel von 84 €. «Das Ge­schäft ent­wi­ckelt sich grund­sätz­lich po­si­tiv», fin­det er. Das Un­ter­neh­men hat erst kürz­lich die Pro­gno­sen für den Auf­trags­ein­gang an­ge­ho­ben. Zu­dem weist er auf das Po­ten­zi­al für ei­ne Mar­gen­ver­bes­se­rung des im Ok­to­ber 2014 er­wor­be­nen Ma­schi­nen­bau­ers Ho­mag hin. Den der­zei­ti­gen Rück­gang im Auf­trags­ein­gang aus Chi­na be­trach­tet er als ei­ne «Del­le». Chi­na blei­be ein Zu­kunfts­markt. Die Di­ver­si­fi­zie­rung durch Zu­käu­fe hält er für po­si­tiv: «Grund­sätz­lich ist es gut, auf zwei Stand­bei­nen zu ste­hen.»

Das Kurs-Ge­winn-Ver­hält­nis, ba­sie­rend auf der Schät­zung für 2017, be­trägt 13. Nach An­sicht des Ana­lys­ten Jas­ko Ter­zic vom Bank­haus Metz­ler ist das Un­ter­neh­men zu tief be­wer­tet: «Der Ak­ti­en­kurs spie­gelt die gu­te Ge­schäfts­ent­wick­lung nicht. Auf­trags­ein­gang und Ge­winn­ent­wick­lung sind po­si­tiv», meint er. Sein Kurs­ziel be­trägt 84 €, die Emp­feh­lung lau­tet «Kau­fen». Ein Rück­gang beim Bau neu­er An­la­gen wer­de durch das wach­sen­de Ser­vice­ge­schäft und Auf­trä­ge für die Mo­der­ni­sie­rung be­ste­hen­der An­la­gen kom­pen­siert. Die Fra­ge sei, wie stark das Ser­vice­ge­schäft und die Nach­fra­ge aus der E-Mo­bi­li­ty wach­sen. Ter­zic er­war­tet ein star­kes Jah­res­en­de, und die Ge­winn­mar­ge wer­de im Ge­samt­jahr eher am obe­ren En­de der an­ge­peil­ten Band­brei­te von 7 bis 7,5% lie­gen.

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