Kup­fer pro­fi­tiert statt Gold

Finanz und Wirtschaft - - ROHSTOFFE/DERIVATIVE INSTRUMENTE - OLE HAN­SEN,

Die Roh­stoff­märk­te hat­ten ei­nen Sieg Hil­la­ry Cl­in­tons bei den Prä­si­dent­schafts­wah­len er­war­tet. Für ei­nen Trump-Sieg wur­den – fälsch­li­cher­wei­se – hö­he­re Gold­prei­se und ein Ab­wärts­druck bei wachs­tums­ab­hän­gi­gen Roh­stof­fen wie In­dus­trie­me­tal­len er­war­tet. Die­se fal­sche Vor­her­sa­ge kam vom Fo­kus auf die Per­sön­lich­keit von Trump statt auf die Aus­wir­kun­gen sei­ner Po­li­tik. Statt Gold stieg der Kup­fer­preis mit dem gröss­ten Wo­chen­ge­winn seit Jahr­zehn­ten.

Bes­se­re Da­ten aus Chi­na, der Plan von Trump, in In­fra­struk­tur zu in­ves­tie­ren und spe­ku­la­ti­ve Nach­fra­ge an den Terminbörsen – be­son­ders in Schang­hai – ha­ben Kup­fer auf ein Sech­zehn­mo­nats­hoch ge­trie­ben. Und das, nach­dem das In­dus­trie­me­tall über das ver­gan­ge­ne Jahr seit­wärts ten­diert hat­te, da das wach­sen­de An­ge­bot am Markt auf ei­ne schwa­che Nach­fra­ge ge­stos­sen war.

Roh­öl bleibt in ei­ner Kom­bi­na­ti­on schwie­ri­ger Be­din­gun­gen ge­fan­gen. Und je mehr der Preis fällt, des­to grös­ser wird der Druck auf die Opec, die Pro­duk­ti­on deut­lich zu ver­rin­gern. Ne­ben dem US- Wahl­re­sul­tat – das den Öl­preis 5% nach un­ten drück­te, be­vor er sich er­ho­len konn­te – brin­gen auch Da­ten zur La­ger­hal­tung und der Pro­duk­ti­on neu­en Ab­wärts­druck.

Die letz­te Wo­chen­sta­tis­tik zur US-Öl­in­dus­trie zeigt, dass die La­ger hö­her als er­war­tet ge­wach­sen sind. Die Pro­duk­ti­ons­schät­zung zeigt das gröss­te Wo­chen­plus seit Mai 2015. Falls die Opec En­de No­vem­ber nicht ei­nen De­al fin­det, könn­te der Preis für Brent-Öl die Mar­ke von 40.40 $ je Fass tes­ten.

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