Emis­sio­nen über 1,4 Mrd. Fr.

Finanz und Wirtschaft - - OBLIGATIONEN - OB­LI­GA­TIO­NEN SCHWEIZ MAN­FRED KRÖLLER

Die Pfand­brief­zen­tra­le so­wie Ban­co de Chi­le und Santan­der Chi­le neh­men Ka­pi­tal auf.

Nach län­ge­rer Pau­se stand zu Wo­chen­be­ginn das Aus­land­seg­ment im Mit­tel­punkt. Die bei­den füh­ren­den Ge­schäfts­ban­ken Chi­les leg­ten An­lei­hen zu qua­si iden­ti­schen Kon­di­tio­nen auf. BNP Pa­ri­bas brach­te am Mon­tag Ban­co de Chi­le 2016/2024 über 150 Mio. Fr. Der Ren­di­te­auf­schlag (Spre­ad) be­trug 32 Ba­sis­punk­te (Bp) über Swap­mit­te. Der Bond wur­de zu pa­ri aus­ge­ge­ben, die Ren­di­te auf Ver­fall be­trägt dem­nach 1⁄4%. Gleich­tags folg­ten BNP Pa­ri­bas und Cre­dit Suis­se (CS) mit 0,35% Ban­co Santan­der Chi­le 2016/2025 über 125 Mio. Fr. Auch die­ser Bond kam zu pa­ri, der Spre­ad lag eben­falls 32 Bp über Swap. Moo­dy’s und Stan­dard and Poor’s (S&P) be­wer­ten die bei­den chi­le­ni­schen Ban­ken je­weils mit Aa3 bzw. A+. Ban­co de Chi­le und Santan­der Chi­le ha­ben je­weils Fran­ken­an­lei­hen über 675 Mio. aus­ste­hen.

Im In­land­seg­ment mel­de­te sich am Di­ens­tag die Pfand­brief­zen­tra­le (PfZ) der schwei­ze­ri­schen Kan­to­nal­ban­ken mit ei­ner Drei­er­tran­che über 1,135 Mrd. Fr. zu Wort. Be­glei­tet von den Kan­to­nal­ban­ken wur­den PfZ, Se­rie 486, 2016/2024 über 487 Mio. Fr. und PfZ, Se­rie 487, 2016/2028 über 412 Mio. Fr. neu emit­tiert so­wie PfZ Se­rie 484 2016/2031 um 236 Mio. Fr. auf 569 Mio. auf­ge­stockt. Die Neu­emis­sio­nen wur­den zu 100,212 bzw. 100,325% aus­ge­ge­ben, die Spreads la­gen 14 und 11 Bp über Swap. Der Aus­ga­be­preis der auf­ge­stock­ten Tran­che be­trug 95,755%, der Spre­ad 7 Bp über Swap-Mit­te.

An sechs­mo­na­ti­gen Geld­markt­buch­for­de­run­gen (GMBF) wur­den am Di­ens­tag 444 Mio. Fr. zu­ge­teilt. Es gab nach Mit­tei­lung der SNB Ge­bo­te über 1,694 Mrd. Fr. Die Ren­di­te stieg auf –0,847% nach –1,124 auf drei­mo­na­ti­ge GMBF in der Vor­wo­che. Nach­dem S&P An­fang No­vem­ber den Aus­blick für den Kan­ton Genf (A+) von Sta­bil auf Ne­ga­tiv ge­senkt hat­te, folgt nun die Kor­rek­tur bei der staats­na­hen Ban­que Can­to­na­le de Genè­ve (A+), de­ren Aus­blick eben­falls von Sta­bil auf Ne­ga­tiv zu­rück­ge­nom­men wur­de.

Die Schwei­zer Pro­du­zen­ten­und Im­port­prei­se sind im Ok­to­ber ge­gen­über Sep­tem­ber um 0,1% ge­stie­gen. Ge­mäss Bun­des­amt für Sta­tis­tik (BfS) ist das vor al­lem auf hö­he­re Prei­se für Mi­ne­ral­öl­pro­duk­te zu­rück­zu­füh­ren. Ge­gen­über Vor­jahr lag das Preis­ni­veau im Ok­to­ber 0,2% tie­fer.

Nach der Wahl von Do­nald Trump sind die Zin­sen bei den Ob­li­ga­tio­nen mit lan­gen Lauf­zei­ten sprung­haft ge­stie­gen – in den USA, in Eu­ro­pa und auch in der Schweiz. Bei al­ler Zins­hys­te­rie soll­te nicht ver­ges­sen wer­den, dass An­fang 2016 die Ren­di­te zehn­jäh­ri­ger US-Tre­a­su­ries mit 2,25% hö­her war als heu­te, er­in­nert die St. Gal­ler Kan­to­nal­bank (SGKB). Beim ak­tu­el­len Zins­an­stieg fal­le auf, dass er sich auf die lan­gen Lauf­zei­ten kon­zen­trie­re. Das zei­ge, dass der Grund nicht bei ei­ner schnel­le­ren Än­de­rung der Geld­po­li­tik der No­ten­ban­ken lie­ge. Der mar­kan­te Zins­sprung ver­gan­ge­ne Wo­che ha­be gröss­ten­teils mit tech­ni­schen Fak­to­ren zu tun. «Of­fen­bar sind ei­ni­ge In­ves­to­ren, die auf ste­tig tie­fe oder so­gar fal­len­de Zin­sen ge­setzt hat­ten, auf dem fal­schen Fuss er­wischt wor­den und ha­ben ih­re Po­si­tio­nen auf­ge­löst», meint die SGKB.

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