Too big to fail gibt es im­mer noch

Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE -

Wenn Ban­ken zu gross ge­wor­den sind, sind Staa­ten oft ge­zwun­gen, sie im Kri­sen­fall zu ret­ten. Wür­den die In­sti­tu­te nicht ge­ret­tet, könn­ten sie durch ihr Ge­wicht das gan­ze Fi­nanz­sys­tem und da­mit die Volks­wirt­schaft in Be­dräng­nis brin­gen. Sie sind zu gross, um sie schei­tern zu las­sen – too big to fail. Das wur­de in der Fi­nanz­kri­se 2008 deut­lich. Da­mals muss­ten Re­gie­run­gen in den USA und Eu­ro­pa die Ban­ken stüt­zen, in­dem et­wa Ga­ran­ti­en aus­ge­spro­chen wur­den, um ei­ne Kas­ka­de von Zah­lungs­aus- fäl­len im Fi­nanz­sys­tem zu ver­hin­dern. Die Re­gu­la­to­ren ha­ben dreis­sig In­sti­tu­te als glo­bal sys­tem­re­le­vant iden­ti­fi­ziert. Sie müs­sen et­wa ei­nen Plan vor­le­gen, wie sie im Not­fall ab­zu­wi­ckeln sind.

Die Schwei­ze­ri­sche Na­tio­nal­bank hat fünf Fi­nanz­in­sti­tu­te – dar­un­ter UBS und Cre­dit Suis­se – als sys­tem­re­le­vant ein­ge­stuft. Die Ban­ken müs­sen 10% ih­rer ri­si­ko­ge­wich­te­ten Ak­ti­va an Ei­gen­ka­pi­tal und ins­ge­samt 28,6% an ver­lust­tra­gen­dem Ka­pi­tal (in­klu­si­ve et­wa CoCo-An­lei­hen) hal­ten.

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