Die Gros­sen ge­ben Voll­gas

Finanz und Wirtschaft - - UNTERNEHMEN -

Zwei der gröss­ten Ver­mö­gens­ver­wal­ter der Welt ge­hö­ren auch in Asi­en zu den Schwer­ge­wich­ten. UBS dürf­te En­de 2016 mit 286 Mrd. Fr. an Kun­den­ver­mö­gen das fünf­te Jahr in Fol­ge die gröss­te Ver­mö­gens­ver­wal­te­rin in Asi­en sein. Cre­dit Suis­se mit ak­tu­ell 169 Mrd. Fr. ih­ren drit­ten Platz ver­tei­di­gen, nach der Ci­ti­group. Der Vor­teil der bei­den Schwei­zer: Sie sind Uni­ver­sal­ban­ken und kön­nen den in­ves­ti­ti­ons­freu­di­gen Un­ter­neh­mer­mil­lio­nä­ren un­ter den Neu­rei­chen Asi­ens zu­sätz­lich zur Be­ra­tung das Kre­dit­ge­schäft und das In­vest­ment­ban­king an­bie­ten. Und auch wenn das Ge­schäft mit der wohl­ha- ben­den asia­ti­schen Kund­schaft kurz­zei­tig lang­sa­mer läuft, wird UBS laut CEO Ser­gio Er­mot­ti wei­ter in­ves­tie­ren. Be­reits ein Drit­tel des Pri­va­te Ban­king der Gross­bank fin­det in Asi­en statt. Mit zwölf Nie­der­las­sun­gen und ins­ge­samt 2800 Mit­ar­bei­tern bleibt die Re­gi­on der Wachs­tums­mo­tor der UBS.

Der CEO der Cre­dit Suis­se, Tid­ja­ne Thi­am, leg­te be­reits bei sei­nem vor­he­ri­gen Ar­beit­ge­ber, dem Ver­si­che­rer Pru­den­ti­al, den Fo­kus auf Asi­en. Der Um­bau der CS ent­hält als zen­tra­les Ele­ment die Stär­kung der Ver­mö­gens­ver­wal­tung und die An­stel­lung Hun­der­ter neu­er Kun­den­be­ra­ter in Asi­en. So soll der Ge­winn in der Re­gi­on in drei bis fünf Jah­ren ver­dop­pelt wer­den. Da­ge­gen war­nen die Ana­lys­ten von Bern­stein: Den Net­to­neu­geld­zu­fluss 2016 in Asi­en ha­be die CS vor al­lem mit der zu­sätz­li­chen Ver­ga­be von Kre­di­ten er­reicht. Das sei ei­ne nicht nach­hal­ti­ge und ge­fähr­li­che Stra­te­gie in die­sem Markt.

Doch auch an­de­re eher klas­si­sche Pri­vat­ban­ken neh­men sich ein Bei­spiel an den Uni­ver­sal­in­sti­tu­ten und wol­len mit den Gros­sen mit­spie­len. Ju­li­us Bär ist ganz vor­ne mit da­bei. Die Pri­vat­bank be­zeich­net Asi­en als ih­ren zwei­ten Heim­markt, wo­her mitt­ler­wei­le ein Vier­tel der ge­sam­ten Kun­den­ver­mö­gen stam­men. Sie wächst dort or­ga­nisch und durch Zu­käu­fe. Wie die an­de­ren Top20-In­sti­tu­te auch – dar­un­ter EFG, LGT und J. Saf­ra Sa­ra­sin – stellt sie den Kun­den ih­re Bi­lanz zur Ver­fü­gung. Das heisst, ne­ben der klas­si­schen Be­ra­tung und Ver­wal­tung fi­nan­zie­ren die Schwei­zer Pri­vat­ban­ken mit Kre­di­ten die ge­schäft­li­chen und pri­va­te Pro­jek­te ih­rer Kun­den.

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