Ak­ti­en sind bes­ser als di­rek­te An­la­gen

Finanz und Wirtschaft - - R -

Vie­le An­le­ger set­zen für die Di­ver­si­fi­ka­ti­on und Ab­si­che­rung ih­res Port­fo­li­os lie­ber auf phy­si­sche Roh­stof­fe oder Ter­min­kon­trak­te als auf Ak­ti­en. Denn Roh­stoff­ti­tel ber­gen zu­sätz­li­che Ri­si­ken, die sich im Kurs nie­der­schla­gen kön­nen. Sie re­agie­ren nicht nur auf die Preis­ent­wick­lung der Roh­stof­fe, son­dern auch auf die Stim­mung am Ak­ti­en­markt so­wie auf Nach­rich­ten aus den Un­ter­neh­men. Zu­dem schwan­ken sie stark: Fal­len die Roh­stoff­no­tie­run­gen, ge­ben die Ti­tel von För­der­un­ter­neh­men deut­lich mehr nach – und um­ge­kehrt.

Die­se Ri­si­ko­prä­mie ist ge­mäss GMO der wich­tigs­te Grund, war­um Ak­ti­en Di­rekt­in­ves­ti­tio­nen in Roh­stof­fe vor­zu­zie­hen sind. So ha­ben Öl- und Gas­un­ter­neh­men seit 1920 in­fla­ti­ons­be­rei­nigt jähr­lich mehr als 8% zu­ge­legt. Re­al stieg der Öl­preis im sel­ben Zei­t­raum nur 0,5% im Jahr. Ein ähn­li­ches Bild zeigt sich bei den In­dus­trie­me­tal­len: Wäh­rend die Ak­ti­en vie­ler Pro­du­zen­ten deut­lich ge­wan­nen, no­tie­ren Ei­sen, Blei, Zink und Alu­mi­ni­um nach Ab­zug der Teue­rung gar tie­fer als vor neun­zig Jah­ren.

Beim Han­del mit Ter­min­kon­trak­ten kommt hin­zu, dass durch das Rol­len, al­so das Ver­kau­fen des ab­lau­fen­den und das Kau­fen des neu­en Fu­tures, Ver­lus­te ent­ste­hen kön­nen. Die er­ziel­te Ren­di­te weicht des­halb von der Kurs­ent­wick­lung des zu­grun­de­lie­gen­den Roh­stoffs ab. Die Ana­ly­se von GMO zeigt, dass die In­ves­ti­ti­on in Fu­tures in den letz­ten sieb­zehn Jah­ren prak­tisch den gan­zen Ge­winn ei­nes Roh­stoff­in­vest­ments auf­ge­fres­sen hät­te.

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