Dol­lar­an­lei­hen

Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE -

Schwel­len­län­der­an­lei­hen in har­ter Wäh­rung zei­gen mehr Sta­bi­li­tät. Sie sind meist in Dol­lar, man­che in Eu­ro de­no­mi­niert. An­le­ger ha­ben im Ge­gen­satz zu An­lei­hen in Lo­kal­wäh­run­gen kei­ne gros­sen Wech­sel­kurs­be­we­gun­gen zu ver­kraf­ten (vgl. Gra­fik 3). Schwel­len­län­der­spe­zia­list Paul McNa­ma­ra von GAM er­klärt: «Aus­ser in Kri­sen ver­hal­ten sich Schwel­len­län­der­an­lei­hen in har­ter und lo­ka­ler Wäh­rung ver­schie­den.» Das be­deu­tet: Wird nicht be­zwei­felt, dass ein Dol­lar­schuld­ner aus ei­nem Schwel­len­land die An­lei­he zu­rück­zah­len kann, spielt die hei­mi­sche Wirt­schaft ei­nes Lan­des nur ei­ne klei­ne Rol­le.

Die meis­ten Schwel­len­län­der, die Hart­wäh­rungs­an­lei­hen aus­ge­ben, ha­ben Roh­stof­f­e­in­nah­men – kön­nen al­so ih­re Schul­den mit den ein­ge­nom­me­nen De­vi­sen be­die­nen. So fin­den sich Öl­län­der wie Me­xi­ko, Russ­land, die Phil­ip­pi­nen und Bra­si­li­en un­ter den gröss­ten Po­si­tio­nen ei­nes bör­sen­ge­han­del­ten In­dex­fonds (ETF) auf Hart­wäh­rungs­an­lei­hen (vgl. Gra­fik 4). Die­se kön­nen sich in Fremd­wäh­run­gen güns­ti­ger fi­nan­zie­ren als in hei­mi­scher Wäh­rung.

Doch das wird zum Nach­teil, wenn trotz Roh­stoff­reich­tum die De­vi­sen­ein­nah­men nicht mehr aus­rei­chen. Der Ri­si­ko­auf­schlag für Ve­ne­zue­la, im ETF mit ei­nem An­teil von 2,4% ver­tre­ten, ist nun so hoch, dass die lau­fen­de Ren­di­te bei über 20% liegt.

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